Die Planungen auf einen Blick

Der Bau einer ebenerdigen Stadtstraße bietet aus Sicht von GTL Landschaftsarchitekten, Kassel, für Ludwigshafen die einmalige Chance, den derzeit noch vorhandenen „Unraum“ längs der Hochstraße zu einem lebendigen Stadtraum aufzuwerten. Trotz der weiterhin hohen Verkehrsbelastung lassen sich klare und selbstverständlich wirkende Verknüpfungen zwischen südlicher Innenstadt und den nördlichen Stadtteilen sowie zum Rhein herstellen.

GTL schlägt vor, mit wenigen Maßnahmen ein eindrucksvolles räumliches Bild für Ludwigshafens neue Stadtstraße zu schaffen. Grundidee ist: Der Stadtraum wird maßvoll erweitert. Dies geschieht durch das Zurücksetzen der geplanten Bebauung entlang der Stadtstraße um rund acht Meter. Dadurch erweitert sich der Raum zwischen den Fassaden rechts und links entlang der Straße auf eine gleichmäßige Breite von 66 Metern. Nun wird es möglich, durchgängig eine doppelreihige Allee zwischen Radweg und Fußweg zu pflanzen. Diese hält den Verkehr wohltuend auf Abstand, argumentiert GTL. Das Auseinanderrücken der doppelreihigen Allee erlaubt eine zusätzliche Baumreihe in der Mitte, was den Alleecharakter unterstreicht.

Um eine für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer gute und nachvollziehbare Verknüpfung zwischen den beiden Seiten herzustellen, werden die Baumreihen an allen wichtigen Querungen und angrenzenden Plätzen geöffnet. Hierdurch entsteht eine gegliederte Folge aus baumüberstandenen und offenen Straßen- und Platzräumen, die für alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen abwechslungsreich ist. Das prägnante Bild einer Allee bleibt über das perspektivische Sehen in Fahrtrichtung trotz der Gliederung in einzelne Blöcke erhalten. Auch schlägt GTL eine eindrückliche Beleuchtung vor, die den Charakter des Straßenraums in der Nacht unterstreicht.

Einen weiteren Schwerpunkt legt der Planungsansatz von GTL auf das neue Entree zum Rhein. Der Verbindung zwischen Ludwigsplatz, der neuen Haltestelle am Rathaus und dem nördlichen Bereich der Rhein-Galerie widmen sich die Planer besonders und machen konkrete Vorschläge. Im weiteren Planungsansatz werden Europaplatz und Carl-Wurster-Platz durch die Ergänzung von neuen baulichen Raumkanten und durch die Unterbrechung der Baumreihen über die Stadtstraße hinweg neu in Szene gesetzt. Der neue Rheinuferpark in Richtung BASF bringt den Hemshof an den Rhein. Der Friedenspark wird erweitert.