Die Planungen auf einen Blick

Aus städtebaulicher Sicht ergeben sich für die Bürogemeinschaft von Olschewski und Valentien + Valentien, Ludwigshafen und München, drei Handlungsfelder: die Zusammenführen der Stadtteile entlang der neuen Stadtstraße, die Anbindung der nördlichen Innenstadt und des Hemshofs an den Rhein mit einer Fortführung der Uferpromenade nach Norden sowie die Belebung des Friedensparks als Naherholungsraum für die städtische Bevölkerung und als „grüne“ Wegeverbindung.
Der planerische Ansatz zielt dabei auf eine Vernetzung der Stadtteile sowie die Aufwertung von Stadträumen ab. Die Vernetzung der Stadtteile erfolgt über zahlreiche Übergänge über die neue Stadtstraße, über die Verknüpfung von Stadtplätzen sowie über optische Verbindungen. Die Ränder der neuen Stadtstraße werden als Aufenthaltsräume begriffen und mit breiten Zonen für Fußgänger und Radfahrer sowie mit einer mit kräftigen Baumpflanzungen gestaltet.

Bei der Aufwertung von Stadträumen nehmen Olschewski mit Valentien + Valentien den Carl-Wurster-Platz (Entwicklung zum Quartiersplatz) sowie die Gräfenaustraße (verkehrsberuhigter Stadtteileingang in den Hemshof) in den Blick. Die Jaegerstraße soll urban gestaltet werden, der Rathausplatz soll niveaugleich mit der Stadtstraße und dem Rhein verbunden werden.

Ein weiterer Anknüpfungspunkt ist die Anbindung der nördlichen Innenstadt und des Hemshofs an den Rhein mit einer Fortführung der Uferpromenade nach Norden. Hier schlagen die Planer einen Steg als ‚Merkzeichen‘ am Rhein vor mit Blickbeziehung auf Ludwigshafen und Mannheim. Am Stadteingang soll eine Landmarke entstehen: eine modellierte Hügellandschaft am Brückenkopf. Künstlich gestaltet und unter Verwendung des Abbruchmaterials der Hochstraße dient sie als Erinnerung und „historisches Zitat“.

Die vorgelegten Planungsideen sehen eine Weiterführung der Uferpromenade bis zum Werksgelände der BASF vor mit einer Platzfläche am Getreidespeicher und unter der Rheinbrücke, Sport- und Spielplatzflächen sowie Wegeverbindungen zum Hemshof. Der Friedenspark soll als Naherholungsraum für die städtische Bevölkerung belebt werden und als „grüne“, autofreie und schnelle Wegeverbindung zwischen den Stadtteilen dienen. Durch einen Ausbau des Spielplatzangebotes für alle Altersgruppen soll der Park attraktiv werden. Die Planer schlagen außerdem eine Öffnung der Bebauung zum Park mit Erschließung von Westen her vor.