Fragen und Antworten
Wann wird die Hochstraße Süd wieder befahrbar sein?
Wann wird die Hochstraße Süd wieder befahrbar sein?
Bereits im Frühjahr wird ein Teilstück der Hochstraße Süd freigegeben. Die neue Brücke, die die abgerissene Pilzhochstraße ersetzt, wird dann befahrbar sein. Man kann von der Saarlandstraße auf die neue Hochstraße Süd Richtung Mannheim auf- und in die Heinigstraße abfahren. Auch die Lorientallee unter der Hochstraße Süd wird dann wieder geöffnet. Die Auf- und Abfahrtsrampen der Pylonbrücke sind bereits seit Dezember wieder befahrbar. Ab Juli steht die rundum erneuerte Hochstraße Süd wieder komplett für den Verkehr zur Verfügung.
Was passiert im Frühjahr noch rund um die Hochstraße Süd?
Was passiert im Frühjahr noch rund um die Hochstraße Süd?
Zwischen Juni und Juli ist die Durchfahrt unter der Hochstraße Süd von und zum Berliner Platz voll gesperrt, da die neue und schnelle Straßenbahnverbindung, die so genannte Bleichstraßenkurve, gebaut wird. Dabei handelt es sich um eine direkte Verbindung der südlichen Stadtteile wie Süd, Mundenheim oder Rheingönheim mit Mannheim. Zum Ende der Bauarbeiten an der Hochstraße Süd wird im Mai für zwei Wochen die Auffahrt auf die Konrad-Adenauer-Brücke Richtung Mannheim für rund vier Wochen voll gesperrt.
Was passiert im April rund um die Hochstraße Nord und worauf muss ich mich einstellen?
Was passiert im April rund um die Hochstraße Nord und worauf muss ich mich einstellen?
Die Auffahrt von der aus Süden kommenden Rheinuferstraße auf die Hochstraße Nord Richtung Bad Dürkheim wird dauerhaft ab April gesperrt. Hier starten die Rückbauarbeiten am Würfelbunker. Die Rheinuferstraße Richtung Oppau wird deswegen und aufgrund von Arbeiten an der Pumpenanlage an der Hemshofunterführung zwischen der Hochstraße Nord und dem Hemshofkreisel einspurig geführt.
Was passiert im Mai an der Hochstraße Nord und worauf muss ich mich einstellen?
Was passiert im Mai an der Hochstraße Nord und worauf muss ich mich einstellen?
Ab Mai wird westlich im Anschluss an den Nordbrückenkopf die Überleitungsspange für den zweispurigen Verkehr der ab August dort fahren soll, hergerichtet, die ab August zur Verfügung steht. Über sie fließt dann der Verkehr, wenn der Nordbrückenkopf gesperrt wird. Während der Arbeiten ist die Hochstraße Nord in beide Richtungen trotz Einrichtung einer sogenannten Inselbaustelle zweispurig befahrbar. Allerdings muss die Auffahrt von der Rheinuferstraße von Oppau kommend Richtung Bad Dürkheim sowie die Auffahrt von der Heinigstraße auf die Hochstraße Nord gesperrt werden. Auf der Rheinuferstraße zwischen dem Hemshofkreisel und der Hochstraße Nord steht nur eine Fahrbahn zur Verfügung. Gleiches gilt für die Rheinuferstraße, wenn man aus Richtung Innenstadt und Rhein-Galerie Richtung Oppaus fahren möchte. Auch hier gibt es bis zum Hemshofkreisel nur eine Fahrbahn.
Was passiert im Juni an der Hochstraße Nord und worauf muss ich mich einstellen?
Was passiert im Juni an der Hochstraße Nord und worauf muss ich mich einstellen?
Auf der Hochstraße Nord laufen die Bauarbeiten für die Überleitungsspange, die im Mai begonnen haben. Die Rheinuferstraße zwischen Hemshofkreisel und Nordbrückenkopf sind jeweils nur einspurig befahrbar. Gleiches gilt für die Rheinuferstraße in Höhe Rhein-Galerie, da hier die nördliche Ausfahrt aus dem Parkhaus umgebaut wird. Dies dauert rund einen Monat. Der Umbau ist notwendig, weil der Nordbrückenkopf ab August voll gesperrt ist und die Rheinuferstraße damit zur Sackgasse wird. Autofahrer*innen können dann von dort aus Richtung Süden und auf die Hochstraße Süd fahren.
Ich wohne im Umfeld des Würfelbunkers: Was geschieht beim Abriss? Wird es laut, staubig oder kommt es zu Erschütterungen?
Ich wohne im Umfeld des Würfelbunkers: Was geschieht beim Abriss? Wird es laut, staubig oder kommt es zu Erschütterungen?
Der Würfelbunker steht ziemlich weit von den nächsten Wohnhäusern in der Dessauer Straße entfernt. Dadurch sind die Beeinträchtigungen eher gering.
Ist mit nächtlichen Arbeiten oder Wochenendarbeiten zu rechnen?
Ist mit nächtlichen Arbeiten oder Wochenendarbeiten zu rechnen?
In der Regel sind Arbeiten zu diesen Zeiten nicht vorgesehen. Jedoch wird dies an neuralgischen Punkten manchmal notwendig sein, um den Verkehr nicht zu lange zu belasten.
Welche Verbesserungen ergeben sich für den ÖPNV?
Welche Verbesserungen ergeben sich für den ÖPNV?
Durch die Sperrung der Kurt-Schumacher-Brücke müssen alle rheinüberschreitenden Straßenbahnlinien über die Konrad-Adenauer-Brücke geführt werden. Um dem zu erwartenden Anstieg der Nachfrage besser gerecht zu werden, werden die bestehenden Linien anders als heute verknüpft. So besteht künftig eine direkte Fahrtmöglichkeit zwischen Oppau bzw. der BASF und dem Hauptbahnhof Mannheim. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Straßenbahnlinien über die sogenannte Bleichstraßenkurve zu führen. Im Mai sollen die entsprechenden Gleisanlagen eingebaut werden. Zusätzlich gibt es in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Linien, eine rheinüberschreitende Linie vom Ebertpark nach Mannheim und eine Linie von Rheingönheim nach Oppau.
Wie komme ich mit dem Bus in die Innenstadt?
Wie komme ich mit dem Bus in die Innenstadt?
Wenn im Sommer durch die Großbaustelle am Nordbrückenkopf die Rheinuferstraße zur Sackgasse wird, müssen auch die dort verkehrenden Busse umgeleitet werden. Damit alle innerstädtischen Ziele schnell und sicher angefahren werden können, baut die BPG im Frühjahr übergangsweise eine Straße auf dem Gelände des ehemaligen Rathaus-Centers. Busse und Radfahrer*innen sowie Rettungsfahrzeuge können diese Straße nutzen. Somit können innerstädtische Ziele weiterhin mit Bussen erreicht werden bzw. die Rückfahrt in die einzelnen Stadtteile gewährleistet werden.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.rnv-online.de/fahrtinfo
Bleibt die Straßenbahnhaltestelle am ehemaligen Rathaus-Center offen?
Bleibt die Straßenbahnhaltestelle am ehemaligen Rathaus-Center offen?
Ja.
Welche Verkehrsverbindungen stehen mir als Radfahrer*in offen?
Welche Verkehrsverbindungen stehen mir als Radfahrer*in offen?
Innerstädtisch bietet die Berliner Straße eine sichere Verkehrsverbindung. Diese wurde so umgebaut, dass illegales Parken nicht mehr möglich ist. Viele Ziele in der Innenstadt wie das Carl-Bosch-Gymnasium, „dasHaus“, das Jobcenter, das Wilhelm-Hack-Museum und der Pfalzbau sind dadurch besser mit dem Fahrrad zu erreichen. Perspektivisch wird die Berliner Straße durch die Anbindung an die Pendlerradrouten eine wichtige Bedeutung erlangen. Ab Sommer steht auch die Verbindungsstraße, die übergangsweise auf dem Gelände des ehemaligen Rathaus-Centers gebaut wird, zur Verfügung. Radfahrer*innen können zudem die Kurt-Schumacher-Brücke von Mannheim Richtung BASF und umgekehrt nutzen.
Worauf muss ich mich als Fußgänger*in einstellen?
Worauf muss ich mich als Fußgänger*in einstellen?
Für Fußgänger*innen gibt es keine Einschränkungen. Auch während den Bauarbeiten können sie problemlos die Straße im Bereich des Europaplatzes queren. Fußgänger*innen können zudem die Kurt-Schumacher-Brücke von Mannheim Richtung BASF und umgekehrt nutzen.
Wie ist die Innenstadt während den Bauarbeiten erreichbar?
Wie ist die Innenstadt während den Bauarbeiten erreichbar?
Die Innenstadt ist für alle, die hier arbeiten, zur Schule gehen, einkaufen möchten oder andere Aktivitäten wahrnehmen, über die Heinigstraße und die Rheinuferstraße mit dem Auto gut zu erreichen. Weiterhin steht ein deutlich verstärktes ÖPNV-Angebot zur Verfügung. Auch mit dem Fahrrad ist die Innenstadt gut zu erreichen.
Wo und wie kann ich mich informieren?
Wo und wie kann ich mich informieren?
Es gibt viele unterschiedliche Kanäle und Angebote, um sich aktuell sowie zu den Hintergründen zu informieren. Aktuelle Informationen gibt es immer auf www.ludwigshafen.de und hier auf www.ludwigshafen-diskutiert.de sowie über die städtischen Social-Media-Kanäle. Auf dem städtischen Youtube-Kanal schauen wir bei den Baustellen-Updates mit Gesamtprojektleiter Eberhard Küssner hinter die Kulissen der Großbaustelle. Ab April blicken wir zudem in unseren sozialen Medien regelmäßig zum Ende der Woche auf die kommende Wochen. Wir sprechen darüber, was bereits geschafft ist und wo genau was wie passiert. Wer immer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann den Newsletter abonnieren, um alles Wichtige direkt und ohne zeitliche Verzögerung in das eigene Postfach geschickt zu bekommen. Das geht hier: ludwigshafen-diskutiert.de/newsticker.
Wer sich die Hintergründe rund um die Helmut-Kohl-Allee und Hochstraßen noch einmal in Erinnerung rufen möchte, findet auf www.ludwigshafen-diskutiert.de alle Unterlagen zu Planung, Beschlüssen, Beteiligungsabschnitten und vieles mehr. Eine digitale Erzählung erläutert jeden Entwicklungsschritt und jeden Meilenstein: https://hochstrassen.ludwigshafen-diskutiert.de/lu-story.
Im Sommer lädt die Stadtverwaltung auch wieder zu einem großen Info-Markt in der Rhein-Galerie ein. Interessierte können direkt mit Verantwortlichen und Planer*innen ins Gespräch kommen, Fragen stellen, Hinweise geben und sich informieren.
Wer Fragen hat oder Hinweise geben möchte, kann dies bereits im April online tun. Auf www.ludwigshafen-diskutiert.de können von 9. bis 23. März Fragen gestellt werden, die von den Expert*innen der Stadtverwaltung und der Bauprojektgesellschaft beantwortet werden.
Hier alle Links auf einen Blick:
Social-Media-Kanäle der Stadtverwaltung:
https://www.facebook.com/ludwigshafen.de
https://www.instagram.com/stadt.ludwigshafen/
https://bsky.app/profile/stadtludwigshafen.bsky.social
https://mastodon.social/@ludwigshafen_de
https://whatsapp.com/channel/0029VazHq4D0lwgth26Dl43o
https://www.youtube.com/StadtLudwigshafen
ludwigshafen-diskutiert-Kanäle:
https://www.instagram.com/lu.diskutiert.de/
https://www.facebook.com/ludiskutiert.de
Informationen
Ausblick: die Bauarbeiten am Nordbrückenkopf ab August
Ausblick: die Bauarbeiten am Nordbrückenkopf ab August
Der Nordbrückenkopf verbindet die Hochstraße Nord bzw. die künftige Helmut-Kohl-Allee mit der Kurt-Schumacher-Brücke. Seine Neugestaltung ist das mit Abstand komplexeste Bauvorhaben des Gesamtprojektes. Die Arbeiten dafür werden rund vier Jahre in Anspruch nehmen.
Mit den Bauarbeiten am Nordbrückenkopf wird ab August die direkte und innerstädtische Nord-Süd-Verbindung über die Rheinuferstraße unterbrochen. Die Zufahrten in die Innenstadt und zur Rhein-Galerie sind dann entsprechend neu geregelt. Eine Verbindungsspange in Höhe des ehemaligen Parkplatz Jaegerstraße führt von der nördlichen Rheinuferstraße auf die Hochstraße Nord. Sie ermöglicht den jeweils einspurigen Verkehr für Pkw in beide Richtungen. Lkw können und dürfen die Verbindungsspange nicht nutzen. Regionaler und überregionaler Verkehr aus Westen nach Norden/BASF wird über das Drei-Zonen-Konzept umgeleitet – also die B9 und die A 6 und A 61.
Straßenbahnen weichen dann auf die Konrad-Adenauer-Brücke aus. Hier wird die bis dahin fertiggestellte Anbindung „Bleichstraßen-Kurve“ die Verknüpfung der Konrad-Adenauer-Brücke mit dem Straßenbahnnetz deutlich verbessern. Die Abbiegespur der Kurt-Schumacher-Brücke von Mannheim kommend Richtung Norden und BASF steht jedoch zunächst wie gewohnt für alle Verkehrsteilnehmenden zur Verfügung.
Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft (BPG) haben bereits im vergangenen Jahr frühzeitig über die anstehenden Arbeiten informiert, damit sich alle gut darauf einstellen können. Die ab August geltende Verkehrsführung sorgt dafür, dass die Bauarbeiten am Nordbrückenkopf weitgehend störungsfrei verlaufen können. Umgekehrt können sich Verkehrsteilnehmende auf stabile und sichere Verkehrsbeziehungen verlassen und müssen sich nicht ständig neu orientieren.
Ab August werden alle Bauwerke des Nordbrückenkopfes zunächst in den Rohbauzustand zurückversetzt. Weiterhin wird der Stahltrog, durch den die Straßenbahnen auf die Kurt-Schumacher-Brücke fahren, abgerissen. Der Straßenbahntunnel der Linie 7 von der Haltestelle Rathaus-Center Richtung Oppau bleibt während der Bauzeit bis zur Umlegung auf die neuen Straßenbahnbauwerke (siehe unten) in Betrieb. Der bereits stillgelegte Ost-West-Tunnel der Rhein-Neckar Verkehrsbetriebe (rnv) wird teilweise verfüllt, um die neuen Lasten zu tragen. Da auch der BASF-Tunnel zukünftig deutlich stärker belastet wird, erhält er ein unterirdisches Schutzbauwerk und wird mit einer neuen Straßenüberführung ergänzt.
Bevor die Arbeiten an der neuen Helmut-Kohl-Allee in diesem Bereich losgehen können, müssen alle Arbeiten im Untergrund abgeschlossen sein. Dazu gehört auch der Bau von zwei neuen Straßenbahntunneln mit einmal rund 200 Metern und einmal rund 280 Metern Länge. Diese werden in offener Bauweise Stück für Stück mit Stahlbetonsegmenten erstellt. Nachdem die beiden neuen Straßenbahntunnel sowie eine neue Haltestelle fertig sind, wird die Linie 7 von der alten auf die neue Trasse umgelegt.
Sobald alle Arbeiten im Untergrund erledigt sind, kann mit dem Bau der endgültigen Trasse der Helmut-Kohl-Allee und der Auffahrt auf die Kurt-Schuhmacher-Brücke begonnen werden. Hierbei werden sowohl das Trogbauwerk für die Straßenbahn als auch zwei neue Brücken über die untere Rheinuferstraße gebaut.
Die Fertigstellung des neuen Nordbrückenkopfes ist für Ende 2031 geplant.
Die Übersicht behalten: Baustellenkoordination im Stadtgebiet
Die Übersicht behalten: Baustellenkoordination im Stadtgebiet
Stadtverwaltung, Bauprojektgesellschaft (BPG), Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL), Technische Werke (TWL) und Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft (rnv) koordinieren in enger Absprache miteinander die einzelnen Baumaßnahmen im Stadtgebiet. Neben den bereits laufenden größeren Instandsetzung- und Erneuerungsmaßnahmen wie in der Frankenthaler Straße muss die Stadtverwaltung eine weitere Aufgabe bewältigen: die Instandsetzung der durch Frost sehr stark beschädigten Landesstraße 523 im Norden Ludwigshafens. Sie verläuft entlang der BASF und den Stadtteilen Oppau, Edigheim und Pfingstweide.
Aufgrund der Witterung der vergangenen Wochen hat sich der Straßenzustand in kurzer Zeit drastisch verschlechtert. Als Resultat haben sich einige große Schlaglöcher von mehreren Zentimetern Tiefe und mehreren Dezimetern Breite gebildet. Die festgestellten Schlaglöcher wurden zwischenzeitlich durch den Wirtschaftsbetrieb der Stadt beseitigt, eine Geschwindigkeitsbegrenzung zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden umgesetzt. Im Zuge der Sanierung wird die L523 nach derzeitigem Planungsstand immer einspurig befahrbar sein.
Um die städtische Verkehrsinfrastruktur zu sichern, instand zu halten und zu verbessern, koordiniert die Stadtverwaltung die Baumaßnahmen am Nordbrückenkopf mit weiteren Arbeiten im Hauptstraßennetz.
In Friesenheim wird im Juli 2026 an der Kreuzung Sternstraße/Brunckstraße eine Linksabbiegerspur eingerichtet. Für die Verkehrsteilnehmenden führt das im Ergebnis zu einer verbesserten Verkehrsführung in nördliche Richtung. Während den rund zweiwöchigen Bauarbeiten führt eine Alternativroute über die Ruthenstraße.
In der Rohrlachstraße wird die Fahrbahn ausgebaut und der Rad- und Fußweg werden neu gestaltet. Davon profitieren am Ende alles Verkehrsteilnehmenden. Dafür wird es im Sommer 2026 zu einer Teilsperrung der Rohrlachstraße zwischen der Bürgermeister-Grünzweig-Straße und dem Goerdelerplatz geben; die Rohrlachstraße ist dann nur in Richtung Norden befahrbar sein.
In der Frankenthaler Straße werden Arbeiten zur Gleiserneuerung durch die Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft (rnv) umgesetzt. Das eröffnet gleichermaßen die Möglichkeit, den Kanal und die Versorgungsleitungen zu erneuern sowie Fernwärmeversorgungsleitungen zu verlegen. Im Frühjahr 2026 und im Herbst 2026 wird die Frankenthaler Straße teilgesperrt, in dieser Zeit kann der Verkehr nur in Richtung Oggersheim fahren. In den Sommermonaten Juli und August 2026 und 2027 muss in der Frankenthaler Straße eine vorübergehende Vollsperrung umgesetzt werden.
Ab Sommer wird die Mundenheimer Straße zwischen Adlerdamm und Von-Weber-Straße ausgebaut. Fahrbahn und Fußweg werden erneuert und ein neuer Radweg gebaut. Der Verkehr kann in dieser Zeit alternativ die Saarlandstraße oder die Lagerhausstraße nutzen. Zudem plant der Landesbetrieb Mobilität dringende Reparaturarbeiten an der B 9 zwischen der Anschlussstelle B 44 und östlich von Mutterstadt. Hierzu laufen noch Abstimmungsgespräche.
Die Helmut-Kohl-Allee: legitimierte Planung und Bürgerbeteiligung
Die Helmut-Kohl-Allee: legitimierte Planung und Bürgerbeteiligung
Die Helmut-Kohl-Allee ersetzt die marode Hochstraße Nord. Sie ist eine ebenerdige, mehrspurige innerstädtische Straße – wie es sie auch in vielen anderen Städten gibt. Ihr Bau ist das Ergebnis einer gründlichen, transparenten und belastbaren Planung, die von einer breiten Bürgerbeteiligung begleitet wurde und die durch alle Phasen durch die Entscheidungen der demokratisch legitimierten Gremien wie dem Stadtrat oder dem Bau- und Grundstücksausschuss der Stadt Ludwigshafen gestützt wird.
Bereits 2010 begannen erste Planungen. 2012 wurde dann die Gesamtplanung an ein Ingenieurbüro beauftragt. Die intensive Planung, die verschiedene Varianten betrachtete und sehr unterschiedliche Perspektiven berücksichtigte, wurde sowohl in Form einer formellen, also gesetzlich vorgeschriebenen als auch darüber hinausgehend durch eine frühzeitige, aufsuchende und freiwillige Beteiligung von Bürgerschaft und Öffentlichkeit begleitet. Am 15. August 2023 lag der rechtlich gültige Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben vor. Darin hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) als übergeordnete Aufsichtsbehörde alle Planungen begutachtet und am Ende die Baugenehmigung für die Helmut-Kohl-Allee erteilt.
Der Landesbetrieb Mobilität bestätigt der Stadtverwaltung Ludwighafen im Planfeststellungsbeschluss eine ausgewogene und solide Planung. Der Planfeststellungsbeschluss stellt die Rechtssicherheit des Vorhabens her. Er ist bindend. Das heißt auch, dass nicht anders gebaut werden darf als geplant.
Auch heute wird noch an der Detailumsetzung des Planfeststellungsbeschlusses geplant, es werden Ausführungspläne und Ausschreibungen erstellt, bis jedes einzelne Bauteil gebaut wird.
Die Helmut-Kohl-Allee: innerstädtische Straße mit über 900 Bäumen
Die Helmut-Kohl-Allee: innerstädtische Straße mit über 900 Bäumen
Die Helmut-Kohl-Allee ist eine ebenerdige mehrspurige Straße, wie es sie in vielen anderen Städten gibt, beispielsweise im benachbarten Mannheim. Sie berücksichtigt – ganz anders als die Hochstraße Nord - die Interessen aller Verkehrsteilnehmenden: des Kfz-Verkehrs ebenso wie die der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, für die es eigene sichere Fuß- und Radwege geben wird. Nutzer*innen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) finden zusätzliche Bushaltestellen vor. Auch die Straßenbahnhaltestelle am ehemaligen Rathaus wird neu gebaut.
Die Helmut-Kohl-Allee erhält auf beiden Straßenseiten breite Grünstreifen mit in der Regel zwei Baumreihen. Mehr als 900 Bäume werden dort gepflanzt. Darüber hinaus dienen diese Grünstreifen der Versickerung von Niederschlagswasser. Die Helmut-Kohl-Allee bietet zugleich die Voraussetzung für die Entwicklung des neuen, menschengerechten, ökologisch innovativen Stadtquartiers, das Nord/Hemshof mit Mitte verbinden wird.
Der Rückbau der Hochstraße Nord und der Bau der Helmut-Kohl-Allee wurden erforderlich, weil die vorhandenen Brückenkonstruktionen aufgrund von Schädigungen, aber auch konstruktiven Planungsmängeln der 1970er Jahre erhebliche Defizite aufweisen. Immer mehr und vor allem immer schwerere Autos und vor allem Lkw haben der Brücke stark zugesetzt. Gutachten haben belegt, dass die Hochstraße Nord nicht wirtschaftlich sanierbar ist. Die Helmut-Kohl-Allee hingegen ist wirtschaftlich und erzeugt, eben weil sie keine Brücke ist, die geringsten zukünftigen Unterhaltungskosten. Mit ihrem Bau leistet die Stadt Ludwigshafen einen erheblichen Beitrag zur Sicherung und Stärkung der regionalen Infrastruktur. Sie handelt im übergeordneten volkswirtschaftlichen Interesse. Dies erkennen auch das Land Rheinland-Pfalz und Bund ausdrücklich an und beteiligen sich an den Kosten.
Das neue Stadtquartier
Das neue Stadtquartier
Der Abriss der Hochstraße Nord ist die Voraussetzung für den Bau der Helmut-Kohl-Allee als innerstädtische Straße, wie es sie auch in anderen Städten gibt. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut hatte die LCE LU-City Entwicklungs-GmbH (LCE) für die Stadt Ludwigshafen im Vorfeld erste Grundlagen für die Planungen ermittelt und so genannte Quartiersbausteine sowie Querschnittsthemen festgelegt. Neben der Schaffung von zeitgemäßen Wohnangeboten spielen die Themen Kitas und Schulen, Arbeitsplätze und die Erreichbarkeit des neuen Quartiers eine wesentliche Rolle, genauso wie die Gestaltung des öffentlichen Raums mit Grünflächen und Frischluftschneisen. Mit dem neuen Stadtquartier soll eine lebenswerte und zukunftsorientierte städtische Umgebung geschaffen werden, die den Bedürfnissen und Wünschen der Stadtgesellschaft entspricht und gleichzeitig die Anforderungen an eine moderne, soziale, innovative und nachhaltige Stadtentwicklung erfüllt.
Auf Basis der planfestgestellten Straßenplanung und weiterer Voruntersuchungen führte die LCE LU-City Entwicklungs-GmbH in einem nächsten Schritt zwischen September 2024 und Januar 2025 ein städtebauliches und freiraumplanerisches Werkstattverfahren durch, um bereits bestehende Überlegungen im Sinne eines innovativen und resilienten Stadtquartiers weiterzuentwickeln und zu vertiefen. Begleitet und unterstützt wurde das mehrstufige Werkstattverfahren durch eine kontinuierliche Information der Öffentlichkeit sowie Bürgerbeteiligung. Mit seinen Ideen und Entwürfe ging das Büro von ADEPT (Kopenhagen) als Siegerin aus dem Verfahren hervor. Nach Ansicht der Jury ist es am besten als Grundlage dafür geeignet, die Planung für das neue Stadtquartier entlang der künftigen Helmut-Kohl-Allee voranzutreiben. Mit dieser Empfehlung hatte das Verfahren einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das neue Stadtquartier soll nach den Worten von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck auch die Stadtteile Nord und Mitte miteinander verknüpfen; es verbinde aber auch Generationen, denn Ludwigshafen entwickelt heute Ideen für das Stadtquartier von morgen.
Der nächste Schritt ist nun die Erarbeitung des Rahmenplans. Dafür bitten Stadtverwaltung und LCE die politischen Gremien um Zustimmung. Im Herbst 2025 nimmt die Planung nun einen weiteren Meilenstein. Im Anschluss daran erfolgt durch das Büro ADEPT die Rahmenplanung. Im Herbst 2026 soll der ausgearbeitete Rahmenplan den städtischen Gremien vorgestellt und abschließend vom Stadtrat beschlossen werden.
Derzeit befasst sich die LCE mit der Vorbereitung für die Rahmenplanung. Konkret aktualisiert sie, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Bauprojektgesellschaft mbH (BPG), bestehende planerische Grundlagenermittlungen für die einzelnen Bearbeitungsfelder, führt Gespräche mit Grundstückseigentümern innerhalb des Bearbeitungsgebiets und bereitet ein Öffentlichkeitsbeteiligungsformat speziell für Kinder und Jugendliche vor.
Was ist ein Rahmenplan?
Die Rahmenplanung bezeichnet ein informelles Planungsinstrument, welches oft genutzt wird, um auf einer größeren Maßstabsebene strategische Aussagen über eine künftige Entwicklung für ein bestimmtes Gebiet zu treffen. Der Prozess findet kooperativ unter Einbezug verschiedener Akteur*innen, insbesondere der Öffentlichkeit statt. Der ausgearbeitete Plan dient dann als Handlungs- und Orientierungsrahmen für spätere formelle Verfahren wie die Bauleitplanung.
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