Bald freie Fahrt auf der Hochstraße Süd – Vorbereitende Bauarbeiten rund um den Nordbrückenkopf starten
Ab Sommer steht die Hochstraße Süd wieder komplett für den Verkehr zur Verfügung. Die dann rundum erneuerte Brückenkonstruktion ist eine der bedeutendsten Verkehrsadern in der Metropolregion Rhein-Neckar. Bereits im Frühjahr gibt die Stadtverwaltung ein wichtiges Teilstück frei. Im Sommer starten die Rückbauarbeiten rund um den Nordbrückenkopf der Hochstraße Nord. Um diese Großbaustelle einzurichten, wird es in deren Umfeld ab April verschiedene Bauarbeiten geben. Diese müssen mit weiteren Arbeiten im Stadtgebiet, die der Sicherheit und dem Ausbau der Infrastruktur dienen, koordiniert werden.
OB Blettner: Sind auf einem guten Weg
"Es geht voran: Bei der Hochstraße Süd sind wir auf der Zielgeraden. Mit dem Bau der Helmut-Kohl-Allee sichern und stärken wir in Ludwigshafen eine leistungsfähige lokale und regionale Infrastruktur. Zusammen mit der komplett erneuerten Hochstraße Süd verbindet die Helmut-Kohl-Allee künftig die Metropolregion Rhein-Neckar. Und nicht nur das: Mit der Helmut-Kohl-Allee schaffen wir die Voraussetzung für ein einzigartiges Projekt der Stadtentwicklung. Auf knapp 40 Hektar entsteht ein innovatives, menschengerechtes innerstädtisches Quartier.
Raum zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Die Fertigstellung der Hochstraße Süd im Juli ist ein echter Meilenstein. Das ist eine großartige Leistung, auf die wir alle stolz sein können – und die wir auch gemeinsam feiern werden. Mein Dank gilt zunächst einmal allen, die daran mitgewirkt haben: Bei der Bauprojektgesellschaft, in der Stadtverwaltung, in den stadträtlichen Gremien, beim Land und beim Bund, die uns politisch und finanziell unterstützt haben. Mein großer Dank gilt den Bürgerinnen und Bürgern in Ludwigshafen und in der Metropolregion Rhein-Neckar für ihre Geduld und ihr Verständnis. Wir wissen, dass unsere Baustellen Behinderungen und Erschwernisse bedeuten. Dennoch erfahren wir Unterstützung und Verständnis. Das ist beileibe nicht selbstverständlich und auch dafür möchte ich mich aufrichtig bedanken", erklärte Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner. "Wir werden aber auch weiterhin Geduld und gegenseitiges Verständnis aufbringen müssen. Im August starten wir planmäßig mit dem Rückbau des Nordbrückenkopfes. Gleichzeitig schaffen wir den Anschluss der Helmut-Kohl-Allee an die Kurt-Schumacher-Brücke. Wir werden für rund vier Jahre eine echte Großbaustelle mitten in der Stadt haben. Im April beginnt die Bauprojektgesellschaft damit, diese Großbaustelle einzurichten. Das wird mit Bauarbeiten rund um die Rheinuferstraße und auf der Hochstraße Nord verbunden sein, die das Baudezernat mit anderen Maßnahmen im Stadtgebiet koordinieren muss, damit ab August alles planmäßig funktioniert. Gemeinsam und im Dialog miteinander werden wir diese Aufgabe meistern. Denn wir haben ein Ziel vor Augen: Eine leistungsfähige Infrastruktur für Ludwigshafen – und damit auch für die Region, die Stärkung unseres Wirtschaftsstandorts und mit den Zukunftsquartieren einen echten Aufbruch in der Stadtentwicklung. Wir haben bisher schon viel zusammen erreicht. Darauf können wir stolz sein", so der OB.
Wenn ab August auf der Großbaustelle am Nordbrückenkopf gearbeitet wird, sollen Verkehrsteilnehmende aus Stadt und Region sich möglichst gut orientieren können. Daher haben sich Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft (BPG) bereits im Vorfeld intensiv mit der ab dann geltenden Verkehrsführung beschäftigt und diese auch früh kommuniziert. "Unser Anliegen ist es, sichere und verständliche Verkehrsbeziehungen zu ermöglichen, gerade wenn durch die Großbaustelle am Nordbrückenkopf zentrale Nord-Süd-Verbindungen gekappt sind. Wer mit dem Auto, dem Rad, dem ÖPNV oder zu Fuß unterwegs ist, soll sich während den vier Jahren Bautätigkeit nicht ständig umorientieren müssen. Daher haben wir ein Umleitungskonzept erarbeitet, das auf diese vierjährige Bautätigkeit ausgerichtet ist. Dafür müssen wir in den kommenden Wochen und Monaten noch einige Voraussetzungen schaffen", erläuterte Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt. Weil auch immer wieder andere Erneuerungsarbeiten im Stadtgebiet stattfinden müssen, wenn beispielsweise Kanäle saniert und Leitungen verlegt werden oder Unvorhersehbares geschieht, werde dieses Konzept ständig den Bedürfnissen angepasst und Bauarbeiten entsprechend koordiniert.
Teilfreigabe der Hochstraße Süd im Frühjahr – Beigeordneter Thewalt: Schnelle Straßenbahnverbindung Richtung Süden
Bereits im Frühjahr werden mehrere Verkehrsverbindungen freigegeben, was zu einer Verbesserung der Gesamtsituation beitragen wird. Die neue Brücke, die die abgerissene Pilzhochstraße ersetzt, wird dann befahrbar sein. Ab Mai kann man also von der Saarlandstraße auf die neue Hochstraße Süd Richtung Mannheim auf- und umgekehrt Richtung Bad Dürkheim in die Heinigstraße abfahren. Die Lorientallee unter der Hochstraße Süd wird bereits ab April wieder geöffnet sein. Die Auf- und Abfahrtsrampen der Pylonbrücke sind bereits seit Dezember wieder befahrbar.
"Zur Stärkung des ÖPNV wird ab dem Frühjahr zudem die sogenannte Bleichstraßen-Kurve gebaut. Dadurch verbessert sich das ÖPNV-Angebot im Stadtgebiet deutlich. Wir haben eine direkte Verbindung zwischen Mannheim und dem Süden Ludwigshafens. Das bedeutet einen echten Zugewinn für alle. Im Juni und Juli werden die Gleise eingebaut. Wir beginnen in diesem Jahr auch mit dem Bau des Radweges unter der Hochstraße Süd. Im kommenden Jahr steht dessen erster Abschnitt bis zur Saarlandstraße/Heinigstraße bereits für den Radverkehr zur Verfügung", betonte Thewalt. Ab Juni ist die Durchfahrt von der Yorkstraße zum Berliner Platz für rund zwei Monate nicht möglich, da hier die neue Straßenbahnverbindung mit einer neuen Haltestelle gebaut wird. Ebenfalls im Mai erfolgen die letzten Arbeiten an der Hochstraße Süd, wenn die Auffahrt zur Konrad-Adenauer-Brücke hergestellt wird. Die komplette, rundum erneuerte und leistungsfähige Hochstraße Süd wird im Juli wieder für den Verkehr freigegeben.
Bauarbeiten auf der Hochstraße Nord – Einschränkungen auf der Rheinuferstraße
Bereits im Frühjahr wird rund um den Nordbrückenkopf gearbeitet, damit ab August die planmäßigen Rückbauarbeiten in diesem Bereich beginnen können. Weil zunächst das Baufeld frei gemacht und dafür der Würfelbunker abgerissen werden muss, wird ab April die Auffahrt von der Rheinuferstraße auf die Hochstraße Nord Richtung Bad Dürkheim voll gesperrt. Der Verkehr auf der Rheinuferstraße wird aufgrund dieser Bauarbeiten sowie des Austauschs der Pumpenanlagen im Hemshoftunnel ab April bis Sommer zwischen der Rheinuferstraße und dem Hemshofkreisel in Teilen immer wieder einspurig geführt.
Von Mai bis in den Juli wird auf der Hochstraße Nord die Verbindungsspange, die ab August von der Hochstraße Nord in Richtung nördliche Stadtteile und umgekehrt führt, für den beidseitigen Verkehr hergerichtet. Im Zuge dessen muss eine Überleitung von der südlichen Spur der Hochstraße Nord auf das nördliche Bauwerk hergestellt werden. Das ist technisch kompliziert. Wegen diesen Arbeiten wird die Auffahrt auf die Hochstraße Nord von Norden kommend Richtung Bad Dürkheim ab Mai für rund zwei Monate voll gesperrt; gleiches gilt für die Auffahrt Heinigstraße Richtung Mannheim. Die Bauarbeiten wurden so koordiniert, dass auf der Hochstraße Nord eine sogenannte Inselbaustelle eingerichtet wird und nach wie vor immer zwei Fahrspuren in jede Richtung zur Verfügung stehen. Im Westen der Hochstraße Nord sorgt zudem der Bau der Brückenrampe in die Pasadena-Allee sowie die Anpassung der Abfahrt Heinigstraße für eine einspurige Verkehrsführung im Bereich des Felix-Bowling-Centers. Diese Arbeiten dauern bis 2028.
Im Juni und Juli liegt ein weiterer Schwerpunkt der Bautätigkeiten im Umfeld des ehemaligen Rathauses und der Rhein-Galerie. Östlich des Rheincenters entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Rathaus-Centers eine Behelfsstraße, damit während der Sperrung am Nordbrückenkopf die Busse weiter ihre Ziele in der Innenstadt ansteuern können. Auch für Radfahrerinnen und Radfahrer wird diese Trasse nutzbar sein. Zugleich dient sie dazu, Rettungskräften einen schnellen Zugang zur Innenstadt und in den Hemshof zu ermöglichen. Die Straßenbahnhaltestelle in diesem Bereich bleibt zugänglich. Da mit der Sperrung des Nordbrückenkopfes ab August die Rheinuferstraße nicht mehr von Norden nach Süden und umkehrt befahren werden kann, sie also quasi zur Sackgasse wird, müssen die Ein- und Ausfahrten im nördlichen Bereich der Rhein-Galerie angepasst werden. Diese Anpassung erfolgt im Juni. Die Ausfahrt ist dann nicht mehr Richtung Norden oder Westen, sondern nach Süden. Von dort kann man dann über die Hochstraße Süd weiterfahren.
Die Querung der Hochstraße Nord wird immer für alle, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, im Bereich des Europaplatzes möglich sein. Die Verbesserungen für den Radverkehr in der Berliner Straße, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden, unterstützen dieses Konzept. Der innerstädtische Busverkehr ist durch den Bau der ÖPNV-Trasse weiterhin wie gewohnt möglich. Ein Rückgrat des öffentlichen Verkehrs wird die Straßenbahn darstellen.