Ein gemeinsames Zukunftsbild, das verbindet

Für ein neues Stück Ludwigshafen: Die Rahmenplanung für die Zukunftsquartiere nimmt Fahrt auf

Was Menschen und Quartiere, das Heute und das Morgen miteinander verbindet, steht im Vordergrund: Mit der Rahmenplanung für die Zukunftsquartiere, die entlang der künftigen Helmut-Kohl-Allee entstehen, legt die Stadtverwaltung die strategischen und planerischen Grundzüge und Ziele zur nachhaltigen und generationengerechten Entwicklung des knapp 40 Hektar großen innerstädtischen Gebiets. In den kommenden Wochen werden die stadträtlichen Gremien damit befasst: Im Bau- und Grundstücksausschuss – gemeinsam mit den Ortsbeiräten Nördliche und Südliche Innenstadt – am 8. Juni sowie im Stadtrat am 22. Juni. Stimmen die Gremien dem Verfahren zu, erfolgt im Anschluss die sogenannte Offenlage: Dabei können Bürgerinnen und Bürger sich erneut unmittelbar informieren und beteiligen. Alle Hinweise fließen noch einmal zusammen und münden in die abschließende Rahmenplanung, die die Stadtverwaltung dem Stadtrat dann im Herbst vorlegen möchte.

Die Rahmenplanung gibt die Richtung vor, unter welchen Gesichtspunkten sich das neue innerstädtische Quartier entwickeln soll. Sie ist ein informelles Instrument der Stadtplanung, um unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und gemeinsam ein Gesamtbild zu entwerfen. Zugleich lässt sie planerische Flexibilität zu.

Die Stadtverwaltung nutzt dieses Instrument darüber hinaus zur Stadtreparatur: Problemflächen werden identifiziert, geordnet und es werden Ideen entwickelt, wie diese künftig im Sinne der Allgemeinheit und für eine positive Entwicklung Ludwigshafens verändert und neu genutzt werden können. Am Ende der Rahmenplanung entsteht somit ein klares Bild für ein neues Stück Ludwigshafen, das dann Zug um Zug konkret wird und in formelle Bebauungspläne mündet.

Fünf Quartiere im Fokus

Die Rahmenplanung betrachtet fünf Quartiere entlang der Helmut-Kohl-Allee, die alle ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten haben und miteinander verbunden sind. Die Planung sieht neue Querungen für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer über sowie städtebauliche Ankerpunkte entlang der Helmut-Kohl-Allee vor mit dem Ziel, Hemshof und Innenstadt enger miteinander zu vernetzten. 

Im östlichen Bereich ist eine Schule vorgesehen, die neue Straßenbahn-Haltestelle, welche die alte, dunkle Haltestelle unter dem ehemaligen Rathaus-Center ersetzt, liegt oberirdisch in Nachbarschaft des Rheincenters und fungiert weiterhin als Mobilitätsknotenpunkt. 

Südlich der Helmut-Kohl-Allee liegt das Quartier rund um die Benckiser-Villa. Hier soll eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung weiterentwickelt werden. Einer von mehreren sogenannten Mobility Hubs mit Sportnutzungen zwischen Heinigstraße und neuer Helmut-Kohl-Allee schafft eine weitere Verbindung zwischen Innenstadt und Friedenspark. Dieser soll laut Rahmenplanung so erweitert werden, dass er aus allen Richtungen leicht zugänglich ist. Er sorgt nicht nur für ein besseres Mikroklima, sondern bietet künftig auch Raum für Erholung, Sport und Begegnungen. 

Vor allem neuer Wohnraum ist in dem Quartier vorgesehen, das westlich der Bahngleise entlang der Deutschen Straße entsteht. Grünzüge in diesem Bereich sollen miteinander verbunden werden; vorgesehen sind eine Kita sowie eine sichere Hauptradroute. Ein wichtiges Augenmerk legt die Planung auf den Bahnhofsvorplatz. Dieser und sein Umfeld sollen städtebaulich neu geordnet und aufgewertet werden.

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