Sperrung des Nordbrückenkopfes startet

Nordbrückenkopf von oben, Stand: Oktober 2025

Geplante Sperrung des Nordbrückenkopfes startet

Die bereits seit Langem angekündigte Sperrung des Nordbrückenkopfes wurde Anfang August umgesetzt. 

Neue technische Untersuchungen haben ergeben, dass zusätzlich zwei weitere Bauwerke vorsorglich aus dem Verkehr genommen werden müssen. Die grundsätzliche Planung bleibt bestehen, sie muss lediglich in einzelnen Punkten angepasst werden. Gleichzeitig ergeben sich auch Verbesserungen gegenüber der bisherigen Planung: die wichtige innerstädtische Nord-Süd-Verbindung über die Rheinuferstraße kann nach einigen baulichen Anpassungen in beide Richtungen erhalten bleiben.

Die aktuellen Untersuchungen an der Hochstraße Nord bestätigen den bereits bekannten schlechten Bauwerkszustand. So wurden Materialschäden festgestellt, die vorsorgliche Einschränkungen an zwei weiteren Bauwerken erforderlich machen, um Last von der Brücke zu nehmen. Das ist aus Expertensicht notwendig und folgt dem von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen vorgegebenen Handlungsweg. 

Die Stadtverwaltung wird in den kommenden Tagen die Absperrungen aufbauen und im ersten Schritt innerstädtisch Umleitungen ausschildern. Im Anschluss daran wird die Beschilderung gemäß dem Drei-Zonen-Konzept entlang der B9 und in Mannheim aufgestellt, danach auch entlang der Autobahnen A61 und A6. Innerstädtisch bleibt die Verbindung von Süden nach Norden über die Rheinuferstraße bestehen, weil die Trasse hier nicht über Bauwerke geführt wird.

 

Bereich unter Hochstraße Nord bleibt offen

 

Der Bereich unter der Hochstraße Nord bleibt offen, ebenso die Zufahrt zum Anlieferbereich der Rhein-Galerie. Zur Aufrechterhaltung der Nord-Süd-Verbindung haben Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen (BPG) eine Lösung gefunden, die in den kommenden Wochen umgesetzt wird. Das wird wesentlich zur Entlastung beitragen und stellt eine Verbesserung gegenüber der bislang verfolgten Planung dar. Dadurch bleibt eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung im Stadtgebiet erhalten und ein wesentlicher Teil des ursprünglich erwarteten Ausweichverkehrs kann aufgefangen werden. 

Veränderungen wird es am Hemshofkreisel geben. Hier muss sichergestellt werden, dass falsch fahrende Lastkraftwagen nicht in den Hemshof mit seinen engen Straßen einfahren. 

Anders als geplant kann lediglich die Verbindungsspange zwischen der Hochstraße Nord und den nördlichen Stadtteilen nicht in Betrieb genommen werden. Da gleichzeitig die bereits geplante Sperrung in Fahrtrichtung Mannheim umgesetzt wird und zusätzlich die Abfahrt in Richtung nördliche Stadtteile/BASF aus Sicherheitsgründen entfällt, steht die Kurt-Schumacher-Brücke dem motorisierten Verkehr insgesamt nicht mehr zur Verfügung. Sie kann bauzeitlich ausschließlich von Fußgänger*innen sowie Radfahrer*innen genutzt werden.

 

Grafiken zu Sperrung und Vekehrsführung

Informationen und Grafiken zur Verkehrsführung zur Sperrung gibt es hier: 

https://ludwigshafen-diskutiert-karten.de/ 

Nordbrückenkopf von oben, Stand: Oktober 2025

Fragen zur Sperrung des Nordbrückenkopfes?

Ab Mittwoch, 5. August 2026, haben Interessierte für rund zwei Wochen die Möglichkeit, online Fragen zur kürzlich erfolgten Sperrung des Nordbrückenkopfes zu stellen. Diese werden von der Stadtverwaltung und der Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen (BPG) beantwortet. 

Fragen und Antworten

Warum wird der Nordbrückenkopf gesperrt?

Die Sperrung ist seit langem angekündigt und wird nun umgesetzt. Sie ist Voraussetzung dafür, dass das Bauwerk planmäßig zurückgebaut werden kann. Neue technische Untersuchungen haben ergeben, dass zusätzlich zwei weitere Bauwerke vorsorglich aus dem Verkehr genommen werden müssen. Die grundsätzliche Planung bleibt bestehen, sie muss lediglich in einzelnen Punkten angepasst werden. 

Welche Bauwerke gehören zum Nordbrückenkopf?

Zum Nordbrückenkopf gehören alle Fahrbahnen der Hochstraße Nord im Übergang zur Kurt-Schumacher-Brücke, alle Auf- und Abfahrten sowie die Fahrbahn der Rheinuferstraße von Norden (von BASF kommend) nach Süden. Diese Fahrbahn befindet sich ebenfalls auf einem Brückenbauwerk.

Was bedeutet die Sperrung des Nordbrückenkopfes?

Alle Fahrverbindungen von der A650 in Richtung Mannheim sowie von Mannheim kommend in Richtung A650 sind zwischen der Auf- beziehungsweise Abfahrt Heinigstraße und der Kurt-Schumacher-Brücke unterbrochen. Damit ist auch die Kurt-Schumacher-Brücke für Pkw und Lkw nicht mehr befahrbar. Auch die Abfahrt von der Kurt-Schumacher-Brücke Richtung Norden/BASF wird für Autos und Lkw nicht mehr nutzbar sein. Diese Fahrbeziehungen werden von der Hochstraße Süd übernommen. Die Sperrungen auf Ludwigshafener Seite in Fahrtrichtung Mannheim gelten ab Samstag, 1. August 2026. Von Mannheim kommend werden die Auffahrten auf die Kurt-Schumacher-Brücke und damit die Hochstraße Nord ab Mittwoch, 5. August gesperrt.

Die Auffahrt von der Rheinuferstraße auf die Kurt-Schumacher-Brücke im Bereich der Rhein-Galerie ist ebenso für den motorisierten Verkehr gesperrt. Hier kann die Konrad-Adenauer-Brücke genutzt werden.

Radfahrer*innen und Fußgänger*innen können die Brücke weiterhin in beide Richtungen benutzen. Rad- und Fußwege sind also offen. 

Aktuell können, im Gegensatz zum „alten“ Verkehrskonzept, die Verkehrsbeziehungen unterhalb des Nordbrückenkopfes weiter genutzt werden. Dies ist eine deutliche Verbesserung. Für Autos und Lkw steht unter dem Nordbrückenkopf im Moment die Verbindung von Süden kommend Richtung Norden und zur BASF zur Verfügung. Sie wird ebenerdig geführt und ist nicht von der Sperrung des Nordbrückenkopfes betroffen. Die Fahrbahn in der Gegenrichtung liegt auf einem Bauwerk des Nordbrückenkopfes und ist vorübergehend nicht mehr befahrbar. Zur Aufrechterhaltung dieser Nord-Süd-Verbindung haben Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft (BPG) bereits eine Lösung gefunden, die in den kommenden Wochen gebaut werden soll. Die Verkehrsführung auf der Rheinuferstraße im Bereich unter dem Nordbrückenkopf gilt so lange, bis das Abrissverfahren für den Nordbrückenkopf mit der Baufirma geklärt ist und ein konkreter Termin für den Abriss feststeht.

Nicht in Betrieb genommen wird die geplante "Spange“.

Ich bin Fußgänger*in. Was ändert sich für mich?

Fußgänger*innen können weiterhin den Rad- und Fußweg auf der Kurt-Schumacher-Brücke benutzen. Dafür stehen die für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ausgewiesenen Bereiche der Auffahrt von der Rheinuferstraße im Bereich der Rhein-Galerie auf die Kurt-Schumacher-Brücke sowie die Abfahrt von der Brücke in Richtung Oppau zur Verfügung.

Ich bin Radfahrer*in. Was ändert sich für mich?

Radfahrer*innen können weiterhin den Rad- und Fußweg auf der Kurt-Schumacher-Brücke benutzen. Dafür stehen die für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen ausgewiesenen Beeiche der Auffahrt von der Rheinuferstraße im Bereich der Rhein-Galerie auf die Kurt-Schumacher-Brücke sowie die Abfahrt von der Brücke in Richtung Oppau zur Verfügung.

Wie fahren die Straßenbahnen?

Die Stadtverwaltung empfiehlt Verkehrsteilnehmer*innen, auf den ÖPNV oder das Fahrrad umzusteigen. Die Stadt Ludwigshafen hat mit großen Anstrengungen das Angebot im Straßenbahnverkehr verstärkt. Im Bereich unterhalb des Nordbrückenkopfes fahren die Straßenbahnlinien 6 und die neue Linie 12 der rnv von Rheingönheim kommend nach Oppau wie gewohnt.

Die Gleisbauarbeiten der rnv im Ludwigshafener Stadtgebiet enden planmäßig mit dem 9. August 2026. Danach stehen die Verbindungen der Linie 4/4A, der Linie 9X sowie der Linien 10 und 12 wieder planmäßig zur Verfügung.

Die Straßenbahnlinie 6/6A bedient auch weiterhin wie gewohnt die Verbindung zwischen Oppau und Mannheim.

Nach Angaben der rnv gibt es bei den Buslinien 75, 76 und 95 folgende Anpassungen:

Linie 75

  • Umleitung in Fahrtrichtung Berliner Platz (Bf LU Mitte) zwischen Pasadenaallee und Berliner Platz (Bf LU Mitte)

  • Entfall der Haltestelle Rhein-Galerie

  • zusätzliche Bedienung der Haltestellen Pfalzbau (Wilhelm-Hack-Museum) und Kaiser-Wilhelm-Straße

Linie 76

  • Umleitung in beiden Fahrtrichtungen zwischen LU Hochschule und Berliner Platz (Bf LU Mitte)

  • Entfall der Haltestelle Rhein-Galerie

  • zusätzliche Bedienung der Haltestellen Bürgermeister-Kutterer-Straße, Pfalzbau (Wilhelm-Hack-Museum) und Kaiser-Wilhelm-Straße

Linie 95

  • Umleitung in Fahrtrichtung Berliner Platz (Bf LU Mitte) zwischen LU Hochschule und Berliner Platz (Bf LU Mitte)

  • Entfall der Haltestelle Rhein-Galerie

  • Zusätzliche Bedienung der Haltestellen Bürgermeister-Kutterer-Straße, Pfalzbau (Wilhelm-Hack-Museum) und Kaiser-Wilhelm-Straße

Wie fahren die S- und Regionalbahnen?

Die Bauarbeiten der Deutschen Bahn auf der Rheinbrücke sind abgeschlossen. Die Züge verkehren wie gewohnt.

Wie erreiche ich die Innenstadt?

Zufahrten zur Innenstadt über die Hochstraße Süd, die Rheinallee, die Saarlandstraße, und die Bruchwiesenstraße Straße  sind möglich. Daneben kann von der A650 kommend auf der Hochstraße Nord noch die Abfahrt Heinigstraße genutzt werden.

Fußgänger*innen und Radfahrer*innen können weiterhin den Rad- und Fußweg auf der Kurt-Schumacher-Brücke benutzen. Dafür stehen die für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ausgewiesenen Bereiche der Auffahrt von der Rheinuferstraße im Bereich der Rhein-Galerie auf die Kurt-Schumacher-Brücke sowie die Abfahrt von der Brücke in Richtung Oppau zur Verfügung.
 

Wie komme ich nach Mannheim?

Als Verbindung von der A 650 nach Mannheim und wieder zurück steht die Hochstraße Süd für Autos und Lkw zur Verfügung. Sie ist seit 30. Juli 2026 wieder für den Lkw-Verkehr geöffnet. Die letzten Einschränkungen im Bereich der Hochstraße Süd fallen Anfang September weg.

Die innerstädtischen Zufahrten zur Hochstraße Süd sind geöffnet und können ebenfalls für die Fahrt von und nach Mannheim über die Konrad-Adenauer-Brücke genutzt werden.

Fußgänger*innen und Radfahrer*innen können weiterhin den Rad- und Fußweg auf der Kurt-Schumacher-Brücke benutzen. Dafür stehen die für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ausgewiesenen Bereiche der Auffahrt von der Rheinuferstraße im Bereich der Rhein-Galerie auf die Kurt-Schumacher-Brücke sowie die Abfahrt von der Brücke in Richtung Oppau zur Verfügung.
 

Kann ich von Norden auf die Spange auffahren?

Anders als geplant kann die Verbindungsspange zwischen der Hochstraße Nord und den nördlichen Stadtteilen nicht in Betrieb genommen werden. Die Spange ist eine Auffahrtsrampe auf die Hochstraße Nord und somit Teil des Nordbrückenkopfes. 

Für Autos und Lkw steht unter dem Nordbrückenkopf im Moment die Verbindung von Süden kommend Richtung Norden und zur BASF zur Verfügung. Sie wird ebenerdig geführt und ist nicht von der Sperrung des Nordbrückenkopfes betroffen. Die Fahrbahn in der Gegenrichtung liegt auf einem Bauwerk des Nordbrückenkopfes und ist vorübergehend nicht mehr befahrbar. Für die Aufrechterhaltung dieser Nord-Süd-Verbindung haben Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft (BPG) bereits eine Lösung gefunden, die in den kommenden Wochen gebaut werden soll. Die Verkehrsführung auf der Rheinuferstraße im Bereich unter dem Nordbrückenkopf gilt so lange, bis das Abrissverfahren für den Nordbrückenkopf mit der Baufirma geklärt ist und ein konkreter Termin für den Abriss feststeht.

Gibt es ein Umleitungskonzept?

Es gilt das Drei-Zonen-Konzept. Grundsätzlich rät die Stadtverwaltung den Verkehrsteilnehmer*innen, die nicht in die Innenstadt fahren wollen, das Gebiet über die L523, die B9 und die A6 bzw. A 61 zu umfahren. Die Instandsetzungsarbeiten auf der L523 werden zum 10. August 2026 abgeschlossen sein. 

Zufahrten in die Innenstadt sollten wenn möglich mit dem ÖPNV erfolgen. Eine Alternative wäre über die A 650 und die Hochstraße Süd sowie über die Abfahrt Heinigstraße an der Hochstraße Nord möglich. 

Die Stadtverwaltung hat umgehend die dazugehörigen Beschilderungen beauftragt. Dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Stadtverwaltung auch auf die Mitwirkung anderer Behörden angewiesen ist. Das Umleitungskonzept sieht vor:

  • innerörtliche Maßnahmen
  • Beschilderungen entlang der B 9 und in Mannheim
  • Beschilderungen entlang den Autobahnen 61 und 6.

Wie wird der innerstädtische Verkehr geregelt?

Große Veränderungen wird es vor allem am Hemshofkreisel geben. Hier muss sichergestellt werden, dass falsch fahrende Lkw nicht in den Hemshof mit seinen engen Straßen fahren. Aus dieser Anforderung ergibt sich eine Neuaufteilung der Verkehrsbeziehungen des Hemshofkreisels insbesondere für den von Norden kommenden Verkehr. Die Zufahrt in den Hemshoftunnel ist von Norden kommend gesperrt. Der Verkehr wird zum Hemshofkreisel geleitet. Von dort können Pkw weiterhin über die Hemshofstraße in die Nördliche Innenstadt oder in Richtung Unteres Rheinufer fahren. 

Für Lkw, ausgenommen kleinere Zulieferfahrzeuge, ist die Zufahrt in die Hemshofstraße gesperrt. Lkw fahren über den Hemshofkreisel und können von dort aus Ziele am Unteren Rheinufer erreichen oder wieder in Richtung Norden zurückfahren. 

Aus Fahrtrichtung Süden kommend bleiben die bisherigen Verkehrsbeziehungen bestehen. Fahrzeuge, die keine Ziele in der Nördlichen Innenstadt oder am Unteren Rheinufer anfahren wollen, können durch den Hemshoftunnel in Richtung BASF fahren. Alle anderen fahren auf den gewohnten Strecken über den Hemshokreisel.

Mit wem hat die Stadtverwaltung ihre Maßnahmen im Vorfeld abgestimmt?

Es gab in den vergangenen Tagen umfassende Abstimmungsgespräche unter anderem mit der Stadt Mannheim, Straßenbehörden des Landes, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, der rnv und mit ansässigen Firmen, wie zum Beispiel der BASF. 

Wann wird die ÖPNV- und Rettungstrasse auf dem ehemaligen Rathaus-Gelände fertiggestellt?

Die Trasse soll bis Oktober fertiggestellt sein.

Was hat die Stadtverwaltung getan, um den Nordbrückenkopf zu überwachen und Schäden Instand zu setzen?

Aufgrund der bereits seit 2009 bekannten Schäden hat die Stadtverwaltung Ludwigshafen die Hochstraße Nord in den vergangenen Jahren einem umfangreichen Prüf-, Monitoring- und Sicherungsprogramm unterzogen. Die Prüfintervalle wurden auf Grund des Bauwerkszustandes deutlich intensiviert. Dabei wurden regelmäßig Bauwerke auf weitere Schäden untersucht. Instandhaltungsmaßnahmen wurden umgesetzt. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Entlastung der Bauwerke umgesetzt. Zu nennen sind hier die LKW-Sperre am Ende der Kurt-Schumacher-Brücke oder die Abstands- und Geschwindigkeitsgebote für LKW auf der Hochstraße Nord. Diese Schritte wurden eingeleitet, um die Bauwerke länger unter Verkehr halten zu können, in dem die Alterung bzw. der Verschleiß reduziert wurde. Dadurch war es möglich, die Bauwerke bis heute zu nutzen.

Welchen technischen Hintergrund hat die Sperrung?

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Bauwerksprüfungen wurden an den für die Standsicherheit relevanten Spannstählen korrosionsbedingte Auffälligkeiten festgestellt, die aus der Fertigung der Spannstähle herrühren. Hierzu wurde die Hochstraße Nord insbesondere im Bereich des Nordbrückenkopfes an mehreren Stellen geöffnet, um den Zustand der Konstruktion im Inneren gemeinsam mit externen Fachleuten zu untersuchen.

Die aktuellen Untersuchungen bestätigen den bereits bekannten Sanierungsbedarf der Hochstraße Nord. Darüber hinaus wurden Materialschäden an einzelnen tragenden Bauteilen festgestellt, die nach den geltenden technischen Regelwerken zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich machen. Als Baulastträger ist die Stadt verpflichtet, diese Erkenntnisse bei der Bewertung des Bauwerks zu berücksichtigen und die notwendigen Maßnahmen vorsorglich umzusetzen.

In den vergangenen Wochen haben die Stadtverwaltung und die Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen (BPG) verschiedene technische Möglichkeiten geprüft, um die betroffenen Bauwerksteile zu verstärken, zusätzlich zu sichern. Diese Varianten hätten jedoch einen erheblichen zeitlichen Vorlauf erfordert und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen nicht ersetzt. Deshalb blieb als Lösung zur dauerhaften Sicherung der Brücken nur die Verkehrssperrung übrig.

Bereits seit Dezember 2024 gelten auf der Hochstraße Nord ein Lkw-Abstandsgebot sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für Lastkraftwagen, um die Belastung des Bauwerks zu reduzieren. Wichtig ist hier sowohl die Anzahl als auch die Intensität der Lastwechsel zu reduzieren. Die aktuellen Untersuchungsergebnisse machen nun weitergehende Maßnahmen erforderlich.

Die Sperrung des Nordbrückenkopfes ist Bestandteil des bereits geplanten Vorgehens zum Rückbau der Hochstraße Nord. Der Verkehr unterhalb des Bauwerks bleibt derzeit weiterhin möglich. Dies gilt insbesondere für den öffentlichen Personennahverkehr sowie den Radverkehr.

Was ändert sich in Mannheim?

Nach Angaben der Stadt Mannheim vom 30. Juli 2026 gibt es in Mannheim ab 5. August 2026 folgende Sperrungen und Umleitungen.

Sperrungen 

Im hinteren Bereich der verlängerten Fressgasse zwischen den Quadraten E7/G7 wird die Zufahrt zur Konrad-Schumacher-Brücke und zur Hafenstraße voll gesperrt. Lediglich die Abbiegung bei E7/G7 in Richtung Luisenring wird offenbleiben. Eine Weiterfahrt der Verkehre in Richtung Hafen von der verlängerten Fressgasse kommend wird damit nicht mehr möglich sein.

Die Auffahrt von der Hafenstraße – Akademiestraße auf die Brücke wird ebenfalls gesperrt. Die Zufahrt zur Akademiestraße wird weiterhin für Anwohner und die Müllabfuhr möglich sein. Ein entsprechendes Hinweisschild, das auf die Sperrung der Brücke nach Ludwigshafen hinweist, wird sichtbar aufgestellt werden.

Ebenfalls wird die Zufahrt zur Brücke vom Luisenring nicht möglich sein. Hier werden die Verkehre weiter in Richtung Parkring geleitet und können über das dortige Brückenbauwerk auf die Konrad-Adenauer-Brücke nach Ludwigshafen fahren.

Die Zufahrt vom Parkring auf die Brücke nach Ludwigshafen wird so abgesperrt, dass lediglich die Zufahrt zum Hafengebiet weiterhin möglich sein wird.

Umleitungen

Verkehre, die aus Richtung Mannheim Nord, Untermühlaustraße kommen, werden bereits an der Ludwig-Jolly-Straße auf die Sperrung hingewiesen und via Industriestraße – Inselstraße – Friesenheimer Straße – Diffenestraße – Altrheinbrücke – Bürstadter Straße – Frankenthaler Straße / B44 – Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen auf die A6 geleitet. Über die Theodor-Heuss-Brücke werden die Schwerlastverkehre nach Ludwigshafen fahren können. Durch diese frühzeitige Ableitung sollen die überörtlichen Schwerlastverkehre vom Ringsystem Mannheims ferngehalten werden.

Schwerlastverkehre, die im Bereich Dalberstraße ankommen, werden von dort aus nach links in Richtung Luisenring – Kaiserring – Friedrichsring – Bismarckstraße auf die Überführung zur Konrad-Adenauer-Brücke geleitet und können so nach Ludwigshafen fahren.

Eine weitreichende Hinweisbeschilderung im gesamten Mannheimer Stadtgebiet wird die Verkehrsteilnehmer*innen auf die Sperrung der Kurt-Schumacher-Brücke nach Ludwigshafen sowie auf die Staugefahr unmittelbar im Umgebungsbereich der Brücke hinweisen. Dennoch ist mit verkehrlichen Beeinträchtigungen zu rechnen, weshalb alle Verkehrsteilnehmer*innen gebeten werden, diesen Bereich großräumig zu umfahren.

Downloads

Präsentation Sperrung Nordbrückenkopf, 30. Juli 2026

2026
Helmut-Kohl-Allee/Stadtstraße
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