Was gedenkt die Stadtverwaltung konkret und verbindlich zu tun um dieses Zustand zu lösen? ?

Was gedenkt die Stadtverwaltung konkret und verbindlich zu tun um dieses Zustand zu lösen? ?

Sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverwaltung,

die hier vorliegenden Antworten lesen sich wie eine Farce: Keine der von den Bürgerinnen und Bürgern konkret gestellten Fragen wurde im Sinne der Fragesteller beantwortet. Stattdessen werden allgemein gehaltene Hinweise auf Sperrungen, technische Untersuchungen und langfristige Planungen wiederholt – ohne verbindliche Aussagen zu Verantwortlichkeiten, Zeitplänen für die Lösung des Kernproblems oder zu alternativen Verkehrskonzepten während der Bauphase.

Am Ende bleibt nur eine zentrale Frage:

Was gedenkt die Stadtverwaltung konkret und verbindlich zu tun, um dieses Problem schnellstmöglich zu lösen – und nicht weitere fünf Jahre auszusitzen?

Ich und ich denke alle hier erwarten eine klare, terminierte Antwort mit nachvollziehbaren Maßnahmen und Zwischenzielen.

Antwort

Hallo Gast,

die Planungen zum Rückbau des Nordbrückenkopfes haben Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft bereits vor einem Jahr vorgestellt. Bei der nun eingetretenen Sperrung des Nordbrückenkopfes gab es dazu zwei Anpassungen: die Abfahrt von der Kurt-Schumacher-Brücke Richtung nördliche Stadtteile kann nicht genutzt werden; Gleiches gilt für die geplante Spange. Dafür ist die Rheinuferstraße von Süden Richtung Norden befahrbar. Für eine Nord-Süd-Verbindung wird derzeit eine bauliche Lösung eingerichtet.

 Bereits vor einem Jahr wurde kommuniziert, dass die Sperrung des Nordbrückenkopfes mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen einhergeht – insbesondere was die West-Ost-Verbindung betrifft. Daher wurde ein umfangreiches Umleitungskonzept erarbeitet. Deutliche Verbesserungen beim ÖPNV machen den Umstieg vom Auto auf Straßenbahnen und Busse einfacher. Auch das Fahrrad kann eine Alternative zum Auto sein. All das können Sie auch hier nachlesen: https://ludwigshafen-diskutiert.de/node/1343. Aktuell wird die Beschilderung Zug um Zug ausgebaut. Innerstädtisch steht die Beschilderung bereits.

In den kommenden Wochen klärt die Bauprojektgesellschaft, wie genau der Nordbrückenkopf zurückgebaut wird. Das ist sehr komplex, weil es nicht nur das Brückenbauwerk mit seinen vielen Auf- und Abfahrten gibt, das man sieht, sondern auch wichtige unterirdische Verbindungen.

 Beim bevorstehenden Rückbau wird darauf geachtet, weitere Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten und immer dort, wo es machbar ist, gleichzeitig für Entlastungen zu sorgen. Wie bereits in der Vergangenheit werden wir fortlaufend und offen kommunizieren: Was wir tun, wie wir arbeiten und warum welche Maßnahmen zum Tragen kommen.

Nein, wir „sitzen“ hier nichts aus. Sonst gäbe es auch ein solches Angebot, wie Sie es hier nutzen, nicht. Wir wissen, dass die Bauarbeiten mit Belastungen einhergehen. Gleichzeitig sind die Bauarbeiten sehr komplex. Es gibt anspruchsvolle technische Aufgaben, die zu erledigen sind. Nicht immer gibt es dafür einfache Antworten. Daher suchen wir immer den Dialog. Hinweise, die wir dabei erhalten, nehmen wir ernst, und wo wir etwas verändern können, machen wir das auch.

Ihre Stadtverwaltung

Kommentare

Gespeichert von Gast am Sa., 08.08.2026 - 19:54

Die Stadtverwaltung sieht keine Notwendigkeit etwas zu tun bzw. zu ändern. Entsprechend der Antworten auf dieser Seite läuft alles wie (langfristig) angekündigt und geplant.

Gespeichert von Donald Duck am Mo., 10.08.2026 - 06:54

Ich zitiere an dieser Stelle einfach einmal sinngemäß die Rheinpfalz:
Dieses Projekt wird jahrelang diskutiert. Es wird jahrelang geplant. Und jahrelang kommuniziert. In welchem Paralleluniversum leben eigentlich einige, dass sie jetzt erst merken, was da los ist?

Verantwortliche? Ja kann man haben:
Alle, die eine Politik gewählt haben, die auf Rentengeschenke und eine schwarze Null statt auf Sanierung von Infrastruktur gesetzt hat.
Die Stadtplaner, die im Wahn der autogerechten Stadt in den 1970ern eine solche, kaum sanierbare Struktur nur für Autos geschaffen haben um die Bahn quasi zu ersetzen. Und die alle wichtigen innerstädtischen Wege so gebaut haben, dass sie sich an einer Stelle kreuzen - ohne Alternativen.
Und natürlich auch die ganzen Autofahrer, die meinen, es wäre ihr Grundrecht, sich in ein Auto zu setzen und jederzeit ohne Baustellen staufrei und möglichst ohne Rücksicht auf andere in Bestzeit an ihr Ziel zu kommen, egal wie die Umstände sind und meinen, Umleitungen und Empfehlungen für Fahrtrouten gelten nicht für sie.

Vielleicht einfach mal darüber nachdenken!

Donald Duck, danke dass das mal jemand anspricht.

Man muss sich aber auch mal vor Augen führen, was Autofahrer in unserer Metropolregion alles an Verwöhntheit zeigen. Man braucht statt 10 Minuten 1:30 Stunden zur Arbeit? Fahrrad und Straßenbahn/S-Bahn ist die Lösung. Weniger Autos auf der Straße, weniger Verkehrs-, Emissions- und Lärmbelastung und obendrein werden andere Verkehrsinfrastrukturen geschont da die Umleitungen noch weniger befahren werden. Ja, oft ist die DB eine Zumutung und ja, manchmal fällt was aus. Aber was ist das für ein Argument, wenn man gleichzeitig stundenlang am Tag im klimatisierten Städtepanzer sitzt und sich drüber aufregt dass lauter andere Menschen so dreist sind, auf das selbe Verkehrsmittel zuzugreifen? Man sollte also trotz Ärgernis das beste draus machen und sich anpassen, weil es ist wie es ist.

Sehr gut. Vielleicht könnte man ja auch auf die Sanierung verzichten und dauerhaft im 1-Brücken-Betrieb weitermachen. Der Verkehr funktioniert ja jetzt auch.
Das gesparte Geld für die Sanierung steckt man in den ÖPNV und schon geht es allen besser inklusive der Umwelt.

Das hatte ich mir auch schon gedacht. Bei allen Schwierigkeiten für manche Verkehrsteilnehmer (wenn auch aufgrund hoher Erwartungen (siehe Kommentar von Donald Duck) und Belastungen für Anwohner, kann man festhalten, dass bei der momentan bestehenden Verkehrsinfrastruktur, die "nur" aus einer fast-fertigen Hochstrasse-Süd-Verbindung und einer Süd-Nord-Verbindung (Nord-Süd erst ab September), mit nur einer Rheinquerung der Verkehr bis auf die Rushhourzeiten meistens läuft.
Schon jetzt lässt sich mehr Umgehungsverkehr auf B9 und A6 beobachten; wenn dann ab September/Oktober die weisse Hochstrasse dann durchgehend befahrbar sein wird, die Lorientallee wieder geöffnet sowie aus Oppau/BASF Tor2 die Nord-Süd-Verbindung ermöglicht wird, sollte das ganze System doch wieder besser aussehen.

Und wieder einer dieser sinnbefreit pauschalen Aussagen. Der ÖPNV ist weder tauglich, noch zuverlässig, noch ausreichend, noch sicher genug für viele der Menschen, die Ludwigshafen lediglich durchfahren müssen. Und das mit dem Fahrrad verstehst du wohl selbst nicht. Aber hauptsache mal einen raus gehauen.

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