Die neue Helmut-Kohl-Allee: 2026 starten die Bauarbeiten am Nordbrückenkopf
In der Mitte und im Westen nimmt die neue Helmut-Kohl-Allee bereits Gestalt an. Im Anschluss an die Autobahn 650 Richtung Stadtmitte wächst die sogenannte Westbrücke planmäßig über die Gleise der Deutschen Bahn. In der Innenstadt ist auf den ehemaligen Parkplätzen Jaegerstraße und Messplatz zu beobachten, wie Zug um Zug die neue Straße entsteht und wo die Helmut-Kohl-Allee künftig verläuft. Um den Anschluss an die Kurt-Schumacher-Brücke zu schaffen, starten Mitte kommenden Jahres die intensiven Bauarbeiten am Nordbrückenkopf. Diese Bauarbeiten werden die schwierigsten und komplexesten im Rahmen des Gesamtprojektes sein und vier Jahre andauern. Im Vorfeld haben sich Stadtverwaltung und Bauprojektgesellschaft (BPG) intensiv mit den Bauabläufen auseinandergesetzt und sich auch Gedanken darüber gemacht, wie die Verkehrsflüsse während dieser Zeit geordnet werden.
OB Steinruck: Wir suchen den Dialog und setzen auf Verständigung
Damit sich alle Betroffenen auf anstehende Veränderungen einstellen können, ist es Anliegen von Verwaltung und BPG, die geplante Verkehrsführung so früh wie möglich öffentlich vorzustellen und zu erklären. „Wir suchen auf vielfältigen Wegen in den kommenden Wochen und Monaten den Dialog mit den Anwohner*innen, mit der Stadtgesellschaft, aber auch der Region und ihren Institutionen. Die Jahre zwischen 2026 und 2031 werden von dieser Großbaustelle geprägt sein. Darauf müssen wir uns alle gemeinsam einstellen. Zugleich sollten wir uns immer bewusst machen: Ludwigshafen baut hier für die Region. Ludwigshafen sichert und stärkt im volkswirtschaftlichen Interesse unser aller Infrastruktur. Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für unser neues Stadtquartier. Wir wollen nachhaltiger, generationsgerechter und grüner werden. Diese einmalige Chance ist eng mit der Helmut-Kohl-Allee verbunden“, so die OB.
Leistungsstarke Hochstraße Süd steht zur Verfügung
Der Rückbau des Nordbrückenkopfs und der Bau der neuen Anschlüsse von der ebenerdigen Helmut-Kohl-Allee auf die Kurt-Schumacher-Brücke wird rund vier Jahre in Anspruch nehmen. Start ist Mitte 2026. Damit diese Arbeiten störungsfrei, sicher und ohne Verzögerungen stattfinden können, wird der komplette Bereich weitgehend für den Verkehr gesperrt. Umleitungen werden eingerichtet und ausgeschildert. Zu dieser Zeit ist die neue Hochstraße Süd wieder für den Verkehr nutzbar. Sie ist leistungsstärker als die bisherige Hochstraße Nord und steht für alle, die aus Ludwigshafen und der Pfalz über den Rhein in die Mannheimer Innenstadt wollen und umgekehrt, zur Verfügung.
Drei-Zonen-Konzept für überregionalen Verkehr
Der reine Durchgangsverkehr wird konsequent im Sinne des so genannten Drei-Zonen-Konzepts geleitet. Dies bedeutet, dass überregionale Verkehre insbesondere über die Autobahnen A 6 und A 61 geführt werden. Bereits jetzt wird der Lkw-Verkehr zur BASF über den Norden Ludwigshafens und die A 6 abgewickelt. Zudem steht die Bundesstraße B9 dann uneingeschränkt zur Verfügung.
Zusätzliche Hinweistafeln an den Autobahnen sowie die Nutzung digitaler Systeme werden den Verkehr lenken. Damit soll die innere Zone (Kernraum), die aus den Innenstädten von Ludwigshafen und Mannheim besteht, von regionalen und überregionalen Durchgangsverkehren entlastet werden.
Eine Stärkung des ÖPNV ist ein wesentlicher Baustein. Dies wurde bereits durch größere Kapazitäten in den S-Bahn-Zügen, zusätzliche Angebote im Straßenbahnverkehr und auch im kommenden Jahr konkret im Baustellenbereich durch die Errichtung einer ÖPNV-Trasse für den Busverkehr erreicht. Weiterhin wird in den nächsten Jahren der Radverkehr durch zusätzlich Angebote deutlich bessere Randbedingungen vorfinden.
Innenstadt und Rhein-Galerie gut erreichbar
Mit den Bauarbeiten am Nordbrückenkopf wird auch die direkte und innerstädtische Nord-Süd-Verbindung über die Rheinuferstraße unterbrochen. Die Zufahrten in die Innenstadt und zur Rhein-Galerie werden entsprechend neu geregelt. Zusätzliche Straßenbahn-Angebote und Trasse für Radverkehr
Die Innenstadt ist nach wie vor gut mit dem ÖPNV erreichbar. Die Straßenbahnlinien 4, 7 und 10 werden unverändert verkehren. Die Linie 8 wird nach Öffnung der Konrad-Adenauer-Brücke für die Straßenbahnen ebenfalls wieder fahren. Die Straßenbahnlinie 6 muss über die Konrad-Adenauer-Brücke geführt werden. Damit die Buslinien ungestört fahren können, wird es eine eigene ÖPNV-Trasse auf dem Areal des dann vollständig abgerissenen Rathaus-Centers geben. Weiterhin wird es durch die Fertigstellung der neuen „Bleichstraßen-Kurve“ zusätzliche Straßenbahnangebote geben – so beispielsweise die Expresslinie aus Rheingönheim.
Der Radverkehr kann ebenfalls die Behelfstrasse auf dem Rathaus-Areal nutzen. Weiterhin soll bis 2027 der erste Abschnitt des neuen Radweges unter der Hochstraße Süd fertiggestellt sein.
Rückbau des Würfelbunkers startet früher
Anfang April 2026 wird die Auffahrtsrampe an der Rheinuferstraße auf die Hochstraße Nord in Fahrtrichtung Bad Dürkheim gesperrt und schrittweise zurückgebaut. Parallel dazu wird in diesem Bereich die Baustellenzufahrt für den Rückbau des Würfelbunkers eingerichtet. Dafür muss der rechte Fahrstreifen der Rheinuferstraße in Fahrtrichtung Oppau auf Höhe der stillgelegten Auffahrt für etwa zwei Monate gesperrt werden. Autofahrende können in dieser Zeit entweder über die Heinigstraße auf die Hochstraße Nord in Richtung Bad Dürkheim auffahren oder in Richtung Oppau mit Wendemöglichkeit am Hemshofkreisel fahren und anschließend über die Gegenrichtung auf die B44 in Fahrtrichtung Bad Dürkheim auffahren. Diese Fahrbeziehung bleibt bis Anfang August 2026 bestehen, danach gelten die Fahrbeziehungen im Rahmen des Rückbaus des Nordrückenkopfs.