Zukunftsquartiere entlang der Helmut-Kohl-Allee gewinnen Kontur
Zur weiteren Entwicklung der neuen Zukunftsquartiere entlang der Helmut-Kohl-Allee stoßen Stadtverwaltung und LU-City Entwicklungs-GmbH (LCE) den nächsten Planungsschritt an: die so genannte Rahmenplanung. Grundlage dafür sind die Ergebnisse des von der LCE organisierten Werkstattverfahrens. Dieses wurde im Januar 2025 abgeschlossen. Das Werkstattverfahren fand unter fachlicher Begleitung sowie mit Bürgerbeteiligung statt. Im Ergebnis hatten die Zielkonzepte des Planungsbüros ADEPT (Kopenhagen und Hamburg) überzeugt. Diese Pläne sollen nun als Grundlage für die Rahmenplanung herangezogen werden, um dem neuen Stadtquartier Zug um Zug immer mehr Konturen zu geben.
OB Steinruck: "Generationsgerechte Planung im Dialog"
"Wir schauen ein Stück weit in die Zukunft Ludwigshafens und können diese gemeinsam gestalten. Wir wollen menschen- und generationengerechte Quartiere schaffen, das heißt, wir wollen sozial und ökologisch nachhaltig und resilient planen. Dafür setzen wir konsequent auf Dialog. Wir denken Bildung, Arbeiten, Wohnen und Aufenthaltsqualität zusammen und wir möchten die Quartiere Nord/Hemshof und Mitte miteinander verbinden. Die Chance dazu gibt uns das vorliegende Zielkonzept. Die Voraussetzung dafür schafft die Helmut-Kohl-Allee als ebenerdige Stadtstraße. Mein Dank gilt allen, die sich bisher so engagiert in den Planungsprozess eingebracht haben: den Bürger*innen, die uns im Verfahren bereits wertvolle Hinweise mit auf den Weg gegeben haben, der Jury mit Professor Neppl an der Spitze, die Inspiration und Reflexionsraum war, dem Team von ADEPT, das sich mit Begeisterung und frischen Ideen der Aufgabe gestellt hat, den Kolleg*innen der Stadtverwaltung, allen voran dem Bereich Stadtplanung, für die konstruktive und fachliche Begleitung und natürlich der LCE sowie dem Büro a:dk für die Organisation", erklärte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.
"Wir bitten die stadträtlichen Gremien nun darum, den Rahmenplan für die Zukunftsquartiere erstellen zu dürfen. Wir sind noch am Anfang des Prozesses, aber der erste Meilenstein ist bereits geschafft. Ein solcher Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument, das die städtebaulichen Zielsetzungen konkretisiert und einen gestalterischen Rahmen vorgibt. Damit schaffen wir die Grundlage für eine geordnete städtebauliche Entwicklung. Er dient als Orientierung für die Verwaltung, Eigentümer und Investoren und gewährleistet Planungssicherheit in der weiteren Umsetzung. Ein Rahmenplan bildet die Basis für nachfolgende Bauleitplanverfahren. Unser Anliegen ist es, dieses Planungsverfahren so transparent und dialogisch wie möglich zu gestalten, damit auch jeder Schritt im Rückblick nachvollziehbar und verständlich ist. Auch wenn wir uns im Moment noch auf abstraktem Niveau befinden, werden wir nun Zug um Zug konkreter", verdeutlichte Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt.
Die Verfahrensschritte
Mit einer klaren Empfehlung der Fachjury für ein Zielkonzept endete im
Januar 2025 das Werkstattverfahren zur Planung der neuen Stadtquartiere entlang derkünftigen Helmut-Kohl-Allee. Dieses Zielkonzept, das noch einen recht hohen Abstraktionsgrad vorweist, ist als Grundlage für die weitere Planung zu verstehen. Die Entscheidung, ob die Empfehlung der Jury des Werkstattverfahrens weiterverfolgt wird, trifft der Stadtrat. Bevor dieser am 21. September entscheidet, informieren Stadtverwaltung und LCE am 1. September gemeinsam in den Ortsbeiräten der Stadtteile Nord und Süd sowie im Bau- und Grundstücksausschuss über die Ergebnisse des Werkstattverfahrens. Sprechen die Gremien eine entsprechende Empfehlung aus und folgt der Stadtrat dieser, soll das von der Jury des Werkstattverfahrens empfohlene Zielkonzept des Büros ADEPT aus Kopenhagen und Hamburg weiter vertieft werden und auf dessen Grundlage ein städtebaulicher Rahmenplan entstehen. Nach einer Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung Ende des Jahres soll dann im kommenden Jahr der Rahmenplan finalisiert und in der zweiten Jahreshälfte 2026 durch den Stadtrat beschlossen werden.
Rückblick: Das durchgeführte Werkstattverfahren:
Drei Planungsteams bestehend aus Stadt- und Landschaftsplaner*innen aus renommierten Fachbüros (ADEPT aus Kopenhagen/Hamburg, Hähnig-Gemmeke Architekten aus Tübingen sowie Rheinflügel Severin aus Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Club L94 aus Köln) haben sich während des Werkstattverfahrens von September 2024 bis Januar 2025 intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie das rund 39 Hektar große Areal im Umfeld der
Helmut-Kohl-Allee entwickelt werden könnte. Dafür wurden von allen Planungsteams strukturelle Überlegungen für ein lebenswertes, umweltgerechtes, innovatives und resilientes Stadtquartier erarbeitet.
Eine hochkarätig besetzte Jury begleitete das Verfahren, das die LCE und in deren Auftrag das auf Wettbewerbsverfahren spezialisierte Büro a:dk Architekten Datz Kullmann aus Mainz für die Stadt Ludwigshafen organisiert haben. Das Werkstattverfahren selbst ist ein Instrument der Stadtentwicklung und versteht sich als geordnetes Verfahren, dessen Ergebnisse durch eine Jury bewertet und in eine kommende formale Rahmenplanung fließen werden.
Diesen fachlichen Planungsstrang verknüpfte die Stadt Ludwigshafen konsequent mit einem Bürgerdialog. Folgerichtig bat sie vor Beginn des Werkstattverfahrens Bürger*innen in einem Online-Dialog um Hinweise, was ihnen mit Blick auf die Entwicklung des neuen Stadtquartiers am Herzen liegt. Diese Hinweise wurden dann den Planungsteams zusammen mit allen fachlichen Anforderungen an die Hand gegeben. Zudem konnten interessierte Bürger*innen während des laufenden Werkstattverfahrens im Rahmen von analogen Bürgerveranstaltungen nach der zweiten Entwurfswerkstatt (17. Dezember 2024) und nach der Abschlusswerkstatt (29. Januar 2025) mit den Planungsteams und den Fachexperten des Gremiums ins Gespräch kommen sowie Feedback zu den Entwürfen geben.
Im Anschluss an die Abschlusswerkstatt folgten ausführliche Diskussionen zur Empfehlung eines Zielkonzepts als Grundlage für die nachfolgenden Planungsschritte. Aufgrund des exzellenten und entwicklungsfähigen konzeptionellen Ansatzes sprach die Jury eine einstimmige Empfehlung für die Weiterverfolgung des Zielkonzeptes von ADEPT aus.