Wohnen

Wohnen ist ein elementares Grundbedürfnis und eine der zentralen Funktionen der Stadt Ludwigshafen. Durch die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung (demografischer Wandel), aber auch durch klimatische Veränderungen entstehen künftig neue Bedürfnisse und Anforderungen an den Wohnungsbau. Da die Ludwigshafener Bevölkerung auch in Zukunft wächst, wird der Bedarf an neuem Wohnraum ebenfalls wachsen. Schon heute ist das auf dem Immobilienmarkt deutlich zu spüren.

Bezahlbares, innenstadtnahes Wohnen, Gemeinschafts- und Generationenwohnen, energieeffizientes und klimaangepasstes Wohnen, das typische Einfamilienhaus in Stadtrandlage, Innenentwicklung in Gärten oder der Bedarf an mehreren Wohnsitzen aufgrund der beruflichen oder familiären Situation – das Wohnen hat viele Gesichter und erfordert neue Konzepte.

Wie könnte im Flächennutzungsplan aus Ihrer Sicht auf diese Nachfrage sinnvoll reagiert werden?

Kommentare

Klar neue Wohnungen werden gebraucht, hier sollte Altkernsanierung Priorisierung vor Ausweisung von neuen Wohnbaugebieten haben. Wenn es nicht ohne neue Wohngebiete geht, sollten aber Naturschutz-, Wasserschutz, FFH- und Landschaftsschutzgebiete verschont bleiben.

Wenn man sich den neuen Regionalplan Rhein-Neckar mal etwas genauer anschaut, stellt man fest, dass nur Ludwigshafen eine große Anzahl neuer möglicher Wohn-Neubaugebiete erhält, obwohl Ludwigshafen bereits zu den am meisten zugebauten Städten Deutschlands gehört. Mir scheint, dass dadurch versucht wird, zahlungsfähige/kaufkräftige Neu-Bürger in diese überteuerten Neubaugebiete dieser gottlosen Stadt zu lotsen, um die Innenstadt noch irgendwie zu retten. Anstatt die alten Ortskerne zu sanieren, geht man zudem stets immer den einfachsten Weg und pflastert die letzten Grünflächen und Frischluftschneisen zu. Hochwasserschutz scheint auch keine Rolle zu spielen trotz der aktuellen Flutkatastrophe in RLP/NRW - dabei ist allgemein bekannt, dass in naher Zukunft Starkregen-Ereignisse zunehmen werden und dass das Wasser bei all der Flächenversiegelung nicht mehr ausreichend versickern kann. Auch die Beispiele „Metropol“ und der Verfall der Innenstadt im Allgemeinen lassen mich bezüglich der Verwaltungsarbeit kritisch aufhorchen. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch ein Bibel-Zitat anführen, welches ich für Ludwigshafen zu 100% passend finde: „Eine Stadt blüht auf durch den Segen, den ehrliche Menschen ihr bringen; aber die Worte der Gottlosen sind ihr Untergang.“ (Sprüche 11,11) Ich bete dafür, dass die zuständigen Protagonisten endlich die Einsicht entwickeln, dass Sie den falschen Weg gehen - leider sagt mir mein Bauchgefühl, dass dies aus falschem Stolz, Hochmut und mangelnder echter Demut eher nicht zu erwarten ist… Amen

Ich wünsche mir viel mehr naturnahe Begrünung und Parkankagen in der Stadt. Durch die vielen Zuzüge sind die existierenden Parks jetzt schon stark überlastet. Aber ich fürchte hier gilt mal wieder das Motto: Papier ist geduldig.
Die Stadt hat doch jetzt schon kein Geld für die Pflege ihrer wenigen Grünanlagen, was man ihnen leider ansieht. Aus diesem Grund können auch keine neuen Bäume gepflanzt oder Verkehrsinseln insektenfreundlich begrünt werden. Eine Satzung zum Baumschutz existiert auch nicht.
Was immer geht ist, die letzten grünen Flächen an Investoren zu verkaufen, die dann alles zu bauen und mit Felsengärten versiegeln. So wird das nichts mit einer an den Klimawandel angepassten Stadtentwicklung.

Meiner Meinung nach platzt die Innenstadt nachmittags vor Kindern,
ich würde mich sehr über Spielplätze, zum Beispiel auf der Höhe vom Bürgerhof oder später auf der "alten" Rathausfläche, freuen.
Auch Angebote der Kinderbetreuung oder Kinderentertainment könnten ausgebaut werden.

In Oggersheim sollten erst neue Wohnungen gebaut werden, wenn der massive Mangel an Kita Plätzen beseitigt wurde.
Speziell für die Melm herrscht ein Riesenmangel an Plätzen. Desweiteren muss der Weg in die Melm ausgebaut werden. Dies scheitert aktuell wieder am Geld.
Schlussfolgerung: Kein Bauland für neue Wohnungen in Oggersheim.
Heinrich Pesch Siedlung und Adolf Disterweg Siedlung reichen aus.

In der Fläche gibt es immer weniger Platz für neue Grundstücke und immer mehr Menschen wollen zentral in der Stadt leben, da sie so näher an der Arbeit wohnen können und eine bessere Anbindung zum ÖPNV haben.

Wir sollten daher in der Innenstadt uns trauen mehr dichter zu bauen. Ludwigshafen hat keine Gebäude wie die Münchner Frauenkirche, die die Höhe der Gebäude begrenzt, um ein gewisses Stadtbild zu wahren. Mit dem Abriss des Friedrich-Engelhorn-Hochhaues und des Rathauscenters würde der Stadt eine definierende Skyline guttun. Mit der zentralen Lage im flachen Oberrheintal, könnte die Stadt weit über ihre Stadtgrenzen hinaus in die Pfalz und Kurpfalz ausstrahlen und einen modernen Anstrich verleiten, wie es viele europäische Städte mittlerweile machen, siehe Frankfurt, Warschau, Madrid, Mailand.
Eine dichtere Innenstadt könnte zudem Platz für mehr Parks freimachen, um das Stadtklima und die CO2-Bilanz positiv zu beeinflussen.

Bevor weiteres wertvolles Ackerland dauerhaft versiegelt wird soll unbedingt eine Bestandsaufnahme der bereits vorhandenen Freiflächen erfolgen. Dabei muss unbedingt die Bebauung an der neuen Stadtstraße - Helmut-Kohl-Allee - in den Fokus gerückt werden. Auch eine maßvolle Innenentwicklung der einzelnen Stadtteile muss Vorrang haben. Es ist notwendig ausreichend Flächen für Ein- und Zweifamilienhäuser vorzuhalten.