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Ludwigshafen plant ein neues Stadtquartier

Ludwigshafen plant ein neues Stadtquartier

Ludwigshafen plant ein neues Stadtquartier

Durch den Bau der Helmut-Kohl-Allee als Ersatz für die Hochstraße Nord wird eine Gesamtfläche von rund 39 Hektar frei, die die Stadtteile Mitte und Nord miteinander verbindet – Raum für ein Stadtquartier von morgen. 

Entwurf neues Stadtquartier von ADEPT

Neues Stadtquartier: Jury empfiehlt Zielkonzept von ADEPT (Kopenhagen)

Die Ideen und Entwürfe von ADEPT (Kopenhagen) sind nach Ansicht der Jury am besten als Grundlage dafür geeignet, die Planung für das neue Stadtquartier entlang der künftigen Helmut-Kohl-Allee voranzutreiben. Prof. Markus Neppl als Vorsitzender der Fachjury begründete die Empfehlung am Abend des Mittwoch, 29. Januar 2025, bei einem Bürgerforum. Die Jury hatte am Vormittag getagt. Mit dieser Empfehlung hat das von der Stadt Ludwigshafen initiierte Werkstattverfahren einen wichtigen Meilenstein erreicht. 

Informationen

Worum geht es?

Der Bau der Helmut-Kohl-Allee ist die Voraussetzung dafür, dass zwischen dem Rhein im Osten und dem Hauptbahnhof im Westen eine große Fläche frei wird, auf der ein neues Stadtquartier entstehen soll. Dieses neue Stadtquartier verbindet die Stadtteile Mitte und Nord miteinander. Auch wird die Gestaltung des Außengeländes des Hauptbahnhofs mit bedacht. Bei der Diskussion um den Abriss der Hochstraße Nord und den Bau der Helmut-Kohl-Allee spielten diese Überlegungen, die mit den Entwicklungschancen für das Gebiet und dessen Aufwertung einhergingen, eine große Rolle.

Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut hat die LCE LU-City Entwicklungs-GmbH für die Stadt Ludwigshafen erste Grundlagen für die Planungen ermittelt und so genannte Quartiersbausteine sowie Querschnittsthemen festgelegt. Diese sind: Wohnen, Bildung, Arbeit & Wirtschaft, Mobilität, Öffentliche Räume & Grünflächen, Materialien & Bauweise, Infrastruktur & Versorgung.

Die Quartiersbausteine wurden bereits in öffentlichen Gremiensitzungen sowie beim Info-Markt im Frühjahr in der Rhein-Galerie vorgestellt. Neben der Schaffung von zeitgemäßen Wohnangeboten spielen also unter anderem die Themen Kitas und Schulen, Arbeitsplätze und die Erreichbarkeit des neuen Quartiers eine wesentliche Rolle, genauso wie die Gestaltung des öffentlichen Raums mit Grünflächen und Frischluftschneisen.

Mit den neuen Zukunftsquartieren soll eine lebenswerte und zukunftsorientierte städtische Umgebung geschaffen werden, die den Bedürfnissen und Wünschen der Stadtgesellschaft entspricht und gleichzeitig die Anforderungen an eine moderne, soziale, innovative und nachhaltige Stadtentwicklung erfüllt. IIn einem Werkstattverfahren haben ausgewählte Planungsbüros von September 2024 bis Januar 2025 Ideen entwickelt. Im Ergebnis überzeugte das Zielkonzept des Büros ADEPT (Kopenhagen und Hamburg). Begleitet und unterstützt wurde das mehrstufige Werkstattverfahren durch eine transparente Information sowie Bürgerbeteiligung. In einem nächsten Schritt stoßen Stadtverwaltung und LU-City Entwicklungs-GmbH die so genannte Rahmenplanung an und bitten die stadträtlichen Gremien im September 2025 um Zustimmung dafür. 

Gebietsausschnitt Modell ADEPT

Was ist der aktuelle Planungsschritt?

Im Anschluss an das von der LU-City Entwicklungs-GmbH (LCE) organisierte Werkstattverfahren soll ein städtebaulicher Rahmenplan erarbeitet werden. Im Werkstattverfahren hatte das international anerkannte Büro ADEPT (Kopenhagen, Hamburg) mit seinen Ideen und Entwürfen überzeugt. EntwürfeDas Zielkonzept von ADEPT soll nun als fachliche Grundlage für die weitere städtebauliche Entwicklung des Planungsgebiets im Umfeld der künftigen Helmut-Kohl-Allee dienen. Die Stadtverwaltung hatte gebeten den Bau- und Grundstücksausschuss in seiner Sitzung am 1. September 2025, eine entsprechende Empfehlung an den Stadtrat auszusprechen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2025 der Weiterverfolgung des Zielkonzepts des Büros ADEPT zugestimmt. 

Was ist ein Rahmenplan?

Ein Rahmenplan ist ein informelles, also nicht rechtsverbindliches Planungsinstrument. Er konkretisiert die städtebaulichen Zielsetzungen, definiert funktionale und gestalterische Leitlinien und schafft damit die Grundlage für eine geordnete städtebauliche Entwicklung. Der Rahmenplan  dient als Orientierungsrahmen für die Verwaltung, Grundstückseigentümer*inen sowie Investor*innen, er gewährleistet Planungs- und Investitionssicherheit in der weiteren Umsetzung und bildet die konzeptionelle Basis für nachfolgende Bauleitplanverfahren.

Wie kann ich mich als Bürger*in beteiligen?

Vorgesehen sind eine Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Darüber hinaus sind auch Dialog- und Beteiligungsangebote insbesondere für junge Menschen geplant, da sich die neuen Stadtquartiere als Zukunftsquartiere verstehen, in denen Kinder und Jugendliche von heute künftig leben und arbeiten werden.

Was war das Ergebnis des Werkstattverfahrens?

Die Ideen und Entwürfe von ADEPT (Kopenhagen) sind nach Ansicht der Jury am besten als Grundlage dafür geeignet, die Planung für das neue Stadtquartier entlang der künftigen Helmut-Kohl-Allee voranzutreiben. Prof. Markus Neppl als Vorsitzender der Fachjury begründete die Empfehlung am Abend des Mittwoch, 29. Januar 2025, bei einem Bürgerforum. Die Jury hatte am Vormittag getagt. Mit dieser Empfehlung hat das von der Stadt Ludwigshafen initiierte Werkstattverfahren einen wichtigen Meilenstein erreicht.

In den weiteren Schritten werden nun die Planungen weiter vertieft. Themen sind beispielsweise die Erweiterung und künftige Nutzung des Friedensparks, ein künftiger Schulstandort oder die kommende Bebauung. 

Was war das Werkstattverfahren?

Ein Werkstattverfahren ist ein gängiges Verfahren und wichtiges Instrument der Stadtentwicklung, das einen Ideenwettbewerb und Raum für Dialog ermöglicht und nachhaltige Planung absichert. Es unterliegt gesetzlichen Regelungen und klaren Spielregeln, die auch die Planungsgemeinschaften, die in einem solchen Wettbewerb viel investieren, schützen. Das ist wichtig, weil sich daran Verfahrensschritte und -formate orientieren.

Das Werkstattverfahren ist kooperativ, das heißt, die Planungsgemeinschaften stellen einem Beratungsgremium in zwei Schritten Zwischenergebnisse vor und erhalten Anregungen und Hinweise für die weitere Bearbeitung, bevor im Rahmen einer Abschlusswerkstatt ein Zielkonzept ausgewählt wird. Die Ergebnisse der Planungswerkstatt dienen als Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Dieses auch formelle Verfahren der Stadtentwicklung wurde mit einer Bürgerbeteiligung verknüpft.

Im Zuge des Werkstattverfahrens haben drei Teams aus Stadtplaner*innen bzw. Architekt*innen zusammen mit Landschaftsarchitekt*innen grundsätzliche Ideen und Konzepte im Sinne eines Strukturkonzepts für das neue Stadtquartier entwickelt und in ausgewählten Teilbereichen vertieft. Die teilnehmenden Büros waren: Hähnig-Gemmeke Architekten (Tübingen), ADEPT (Kopenhagen) sowie Rheinflügel Severin (Düsseldorf). Dem Werkstattverfahren vorgeschaltet war ein offener Teilnahmewettbewerb. Planungsteams konnten sich dafür bewerben und wurden entsprechend ihrer Eignung durch ein Fachgremium ausgewählt. 

Wer war am Werkstattverfahren beteiligt?

Begleitet wurde das Verfahren durch ein hochrangig besetztes Fachgremium sowie einen Sachbeirat. Dem Fachgremium unter Vorsitz von Prof. Markus Neppl aus Karlsruhe gehörten Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Landschafsarchitekt*innen aus Deutschland und der Region an. Das stimmberechtigte Sachgremium bestand aus dem Stadtvorstand und dem Vorstand der GAG. Das beratende Sachgremium bestand neben Fachleuten der Stadtverwaltung aus Geschäftsführung und Aufsichtsräten der LCE, vom Stadtrat entsandten Aufsichtsräten der LCE/GAG und aus den Ortsvorstehern der Nördlichen und Südlichen Innenstadt. Die LCE koordinierte das gesamte Verfahren.

Wie konnte ich mich als Bürger*in bisher beteiligen?

Es gab unterschiedlichen Möglichkeiten, sich zu beteiligen. Bevor das Werkstattverfahren begonnen hatte, waren zuerst die Bürger*innen am Zug. Von 19. August bis 6. September 2024  konnten sie auf www.ludwigshafen-diskutiert.de Verwaltung, Fachgremium und Planungsbüros Hinweise geben, was ihnen wichtig ist und was bei der Planung besonders berücksichtigt werden sollte.

Dafür hatten LCE und Stadtverwaltung Leitfragen formuliert, die Orientierung geben und wonach sich die Hinweise auch strukturieren lassen. Diese Leitfragen waren so offen gewählt, dass vielfältige Ideen Platz fanden. Die Beiträge waren für alle Teilnehmer*innen lesbar und kommentierbar.

In einem nächsten Schritt fand am 17. Dezmber 2024 eine Bürgerwerkstatt im Ernst-Bloch-Zentrum statt. Bürger*innen konnten im direkten Dialog mit den Akteur*innen und Vertreter*innen aus Verwaltung und LCE Feedback zu den Entwürfen sowie weitere Hinweise geben. Am Abend des Abschlusskolloquiums im Werkstattverfahren luden Stadtverwaltung und LCE am 29. Januar 2025 noch einmal die Bürgerschaft zu einem Info-Forum ein, bei dem die Ergebnisse vorgestellt und der Prozess noch einmal reflektiert wurde.

 

Wer ist die LCE und was macht sie?

Die LCE LU-City Entwicklungs-GmbH koordiniert die Entwicklung der neuen Stadtquartiere im Auftrag der Stadt Ludwigshafen. Die LCE ist eine städtische Gesellschaft unter dem Dach der Stadt Ludwigshafen und der GAG.

Downloads

Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Präsentation ADEPT, Kopenhagen

2025
City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Pläne ADEPT, Kopenhagen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Präsentation Hähnig-Gemmeke Architekten, Tübingen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Plan 1 Hähnig-Gemmeke Architekten, Tübingen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Plan 2 Hähnig-Gemmeke Architekten, Tübingen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Plan 3 Hähnig-Gemmeke Architekten, Tübingen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Plan 4 Hähnig-Gemmeke Architekten, Tübingen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Präsentation Rheinflügel Severin, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Club L94, Köln

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerforum neues Stadtquartier, 29. Januar 2025, Pläne Rheinflügel Severin, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Club L94, Köln

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City West/ Neues Stadtquartier
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Rahmenpräsentation Bürgerforum neues Stadtquartier 29. Januar 2025

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerwerkstatt neues Stadtquartier, 17. Dezember 2024, Präsentation ADEPT, Kopenhagen und Hamburg

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerwerkstatt neues Stadtquartier, 17. Dezember 2024, Pläne ADEPT, Kopenhagen und Hamburg

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerwerkstatt neues Stadtquartier, 17. Dezember 2024, Präsentation Hähnig-Gemmeke Architekten, Tübingen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerwerkstatt neues Stadtquartier, 17. Dezember 2024, Pläne Hähnig-Gemmeke Architekten, Tübingen

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerwerkstatt neues Stadtquartier, 17. Dezember 2024, Präsentation Rheinflügel Severin, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Club L94, Köln

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City West/ Neues Stadtquartier
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Bürgerwerkstatt neues Stadtquartier, 17. Dezember 2024, Pläne Rheinflügel Severin, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Club L94, Köln

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City West/ Neues Stadtquartier
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Pressemeldung zum Werkstattverfahren neues Stadtquartier, 12. September 2024

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City West/ Neues Stadtquartier
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Dokumentation Online-Dialog zum neuen Stadtquartier Ludwigshafen

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City West/ Neues Stadtquartier
Stadtentwicklung
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Ausstellungsplakate zu LCE und dem Werkstattverfahren bei Infomarkt in der Rhein-Galerie am 26. April 2024

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City West/ Neues Stadtquartier
Helmut-Kohl-Allee/Stadtstraße
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Präsentation Pressegespräch Werkstattverfahren LCE, 16. August 2024

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City West/ Neues Stadtquartier
Helmut-Kohl-Allee/Stadtstraße
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Podcast

Die 26. Folge des “Ludwigshafen, schon gehört? – der Podcast der Stadtverwaltung” beschäftigt sich mit einem großen und wichtigen Zukunftsprojekt in Ludwigshafen: das neue Stadtquartier, das im Rahmen des Baus der Helmut-Kohl-Allee entstehen wird. Zu diesem Thema geben Sonja Müller-Zaman, Geschäftsführerin der Lu-City Entwicklungs-GmbH (LCE) und Christof Kullmann vom Architekturbüro a:dk, das das vorgeschaltete Werkstattverfahren im Rahmen der Planungen betreut, Auskunft.

Videos

Neues Stadtquartier: Prof. Markus Neppl begründet Empfehlung für ADEPT

Prof. Markus Neppl über das Werkstattverfahren zum neuen Stadtquartier

Auftaktveranstaltung zum Werkstattverfahren am 12. September 2024

Veranstaltungsarchiv

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