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Finale Auszugs-Arbeiten aus dem Rathaus laufen auf Hochtouren

Finale Auszugs-Arbeiten aus dem Rathaus laufen auf Hochtouren
11.10.2021 - 11:45

Ausweichquartiere für die noch verbliebenen Bereiche der Stadtverwaltung Ludwigshafen im Rathausturm sind gefunden. Aktuell laufen die vorbereitenden Umzugs-Maßnahmen in der ehemaligen Kreissparkasse in der Bismarckstraße 25 (weitere Adressen des gleichen Objektes Berliner Platz 2, Dammstraße 2) und in dem Bürohaus Lu-teco 1 im Donnersbergweg 2 auf Hochtouren. Damit rückt die finale Schließung des Rathauses sowie des Rathaus-Centers immer näher. Der endgültige Auszug aller Mitarbeiter soll in den ersten Wochen von 2022 abgeschlossen sein.

Für die Räume im Lu-teco 1 wurde der Mietvertrag bereits in den ersten Oktobertagen 2021 unterschrieben. Damit steht dem Auszug der Bereiche IT-Dienste und IT-Service und Gebäudewirtschaft nichts mehr im Wege. Die Umbaumaßnahmen des neuen Standorts sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein, sodass der Umzug aller Voraussicht Anfang 2022 stattfinden kann. Der Bürgerservice, das Standesamt, die Poststelle und das Druckzentrum sollen hingegen schon im Dezember in die ehemalige Kreissparkasse in der Bismarckstraße umziehen. Die Umbaumaßnahmen vor Ort sind in vollem Gange. Der Vermieter ist aktuell dabei, die Räume nach den Bedarfen der Bereiche herzurichten. Sofern trotz schwieriger Lage auf dem Baustoffmarkt alle Gewerke ihre Arbeiten fertigstellen können, ist die Übergabe der Räume an die Stadt Ende Novembervorgesehen. Dann kann der Umzug starten.

Rund um den Jahreswechsel soll das Rathaus dann planmäßig komplett geräumt werden. Dann sind alle städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an neuen Standorten untergebracht. Der Stadtrat hatte in seiner Sondersitzung am 21. September 2020 dem Abriss des Rathauses und des Rathaus-Centers zugestimmt und den Weg frei gemacht für eine optimierte Streckenführung der geplanten Stadtstraße. Aufgrund erheblicher Mängel in der Brandschutz- und Gebäudetechnik des im Jahr 1979 erbauten Rathausturms war die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Etagen 6 bis 15 hatten das Rathaus deshalb bereits Ende 2016 verlassen. Die Büros vom Keller bis zum fünften Stockwerk konnten geöffnet bleiben, da hier keine sicherheitsrelevanten Bedenken bestehen. Zusätzlich zu den vorhandenen Sicherheitstreppenräumen gibt es hier alternative Rettungswege.

Im Sommer waren bereits die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtkasse in für Bürgerinnen und Bürger gut erreichbare Ausweichquartiere umgezogen. Der Bereich Stadtplanung ist seit Mai im 3. und 4. Obergeschoss des Gebäudes in der Halbergstraße 1 angesiedelt. Die Bauaufsicht bezog das Erdgeschoss, das erste und zweite Obergeschoss. Die Stadtkasse lenkt ihre Geschicke hingegen seit Juni aus dem TWL-Verwaltungsgebäude in der Bismarckstraße 63. Zur besseren Orientierung wird es auch diesmal wieder Handflyer und Aushänge zu den neuen Standorten geben. Mit Schließung des Rathaus-Centers zum Jahreswechsel werden sich die Laufwege für Passantinnen und Passanten verändern. Die Stadtverwaltung wird rechtzeitig über die neuen Wege und Einkaufsmöglichkeiten zur Nahversorgung im Quartier informieren und setzt dabei auf ein umfangreiches Kommunikationskonzept.

Auch das Projektteam, dass den Abriss von Rathaus und -center koordiniert, hat die Arbeit bereits aufgenommen. Nachdem der Rathausturm auf Schadstoffe untersucht wird, folgen in den ersten Wochen 2022 weitere Erkundungsbohrungen, Baustoffbohrungen und vorbereitende Maßnahmen zum Abriss im Bereich der Einkaufsmall. Das durch ihren Abriss freiwerdende und unmittelbar an die Straße angrenzende Areal ermöglicht eine sanfte Verschwenkung der geplanten, ebenerdigen Stadtstraße – der Helmut-Kohl-Allee. Die Verschwenkung bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Bauzeiten könnten entzerrt und - als wesentliches Kriterium - Bauabläufe deutlich vereinfacht werden. In der Folge wird auch die Verkehrsbelastungen spürbar reduziert. Zudem kann diese Variante wirtschaftlicher gebaut werden, da bestimmte Kostenfaktoren entfallen würden.

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