Rathaus und Rathaus-Center

Blick auf das Rathauscenter

Rathaus und Rathaus-Center

Der Rückbau von Rathaus und Rathaus-Center liegt im Zeitplan. In drei Abschnitten wird der Gebäudekomplex abgerissen.

Informationen

Die Machbarkeitsstudie

Baustellenplan Rückbau Rathaus/Rathaus-Center

Der Rückbau von Rathaus und Rathaus-Center liegt im Zeitplan. In drei Abschnitten wird der Gebäudekomplex abgerissen. Damit dies möglichst schonend und sicher passiert, hat die Stadtverwaltung in einer Machbarkeitsstudie alle kritischen Aspekte vorher untersucht – von Bauschadstoffen, über Lärm bis hin zur Statik und Abbruchtechnologie. Besonderes Augenmerk musste auf die Fassade des Turms gelegt werden.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie stellte die Verwaltung am Montag, 16. Mai 2022, dem Bau- und Grundstücksausschuss sowie der Öffentlichkeit vor. Am 23. Mai wird sich der Stadtrat mit dem Thema befassen.

Unter acht Gesichtspunkten hat die Stadtverwaltung den Abbruch geprüft und vorbereitet: Bauschadstoffe, Brandschutz, Abbruchstatik und Baugrund, vorhandene Haustechnik, Abbruchtechnologie, Baulogistik, Emissionen wie Lärm, Staub und Erschütterungen sowie Ökologie.

Um den Abbruch sicher, geordnet und zielgerichtet vornehmen zu können, haben die Ingenieurinnen und Ingenieure den Gebäudekomplex in drei Bereiche eingeteilt: den östlichen Bereich rund um das ehemalige Kaufhaus, der bis an die Haltestelle Rathaus heranreicht, den nördlichen Bereich der Mall, der unter der Hochstraße Nord liegt, und den zentralen Bereich mit dem Rathausturm. Der Rückbau beginnt aufeinander abgestimmt und teilweise parallel. Die Arbeiten zum Abriss von Mall und Rathaus-Turm starten im dritten Quartal 2022 mit der Entkernung und Schadstoffentsorgung. Danach erfolgt der Rückbau der Fassade und zum Abschluss wird die massive Betonkonstruktion abgerissen. Diese Arbeiten dauern bis Ende 2025.

 

Rathaus und Rathaus-Center: Wie der Gebäudekomplex abgerissen wird

Rückbau Rathausturm im Rohbauzustand

 

 

Der Abriss des Rathaus-Turms verlangt eine besondere Herangehensweise. Neben der Entkernung und Schadstoffentsorgung, die überall erforderlich ist, muss hier die komplexe Hochhausfassade zurückgebaut werden. Dabei mussten die Planerinnen und Planer beachten, dass solche Fassaden Einzelanfertigungen sind, die detailliert betrachtet werden müssen.

Rückbau erfolgt Etage für Etage

Der Rückbau erfolgt ähnlich wie der Aufbau Etage für Etage. Er kann im Hinblick auf die Arbeitssicherheit aus technischer Sicht nicht über eine Gerüstkonstruktion erfolgen. Als Ersatz für die Gerüstkonstruktion werden daher so genannte Bühnen eingesetzt. Mit diesen Bühnen werden die Fassadenelemente nach unten befördert. Damit die enggesteckten Zeitziele erreicht werden können, sind rund um das Gebäude herum mehrere Bühnen gleichzeitig im Einsatz. Vorstellen muss man sich diese Bühnen wie einen Korb für einen Fensterreiniger, der sich an Seilen nach oben und unten bewegt.

Sobald die Fassade entfernt ist, beginnt der Abbruch des nun freistehenden Rohbaus. Oberhalb des 9. Obergeschosses werden Minibagger zum Einsatz kommen, die Etage für Etage abbrechen. Darunter werden sogenannte Longfront Bagger mit extra-langen "Scherenhänden" arbeiten und wie in Ludwigshafen von der Hochstraße Süd bekannt, den Beton leise und staubarm "herunterknabbern".

Im Bereich des ehemaligen Kaufhauses an der Ostseite starten die Arbeiten im zweiten Quartal 2023 und sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Im nördlichen Bereich der Mall, der unter der Hochstraße Nord liegt, beginnen die Arbeiten im vierten Quartal 2023 und dauern bis ins erste Quartal 2025. Ende 2025 soll der gesamte Komplex abgerissen sein. Die dann noch folgenden kleineren Nacharbeiten sind so geplant, dass sie den Bau der Helmut-Kohl-Allee nicht behindern.

Abbruchmaterial für Bau der Helmut-Kohl-Allee wiederverwendet

Herausfordernd für die Planung war, dass der vorgefundene Bestand in Teilen von den vorliegenden Planungsunterlagen des Gebäudes aus den 1970er Jahren abgewichen ist. Für die Ingenieurinnen und Ingenieure bedeutete dies, vertiefend Untersuchungen anstellen zu müssen. Dafür wurden Probesanierungen im Gebäude durchgeführt. Am Ende der Rückbauarbeiten rechnen die Ingenieurinnen und Ingenieure mit rund 40.000 Kubikmetern recyclingfähigen Abbruchmaterial. Das Material wird im Warenhof West aufbereitet und unter anderem für den Bau der Helmut-Kohl-Allee wiederverwendet.

Integrierte Planung: Was das Rathaus mit den Hochstraßen zu tun hat

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 21. September 2020 dem Abriss des Rathauses und des Rathaus-Centers zugestimmt und den Weg frei gemacht für die Prüfung einer optimierten Streckenführung der Stadtstraße. Mit dieser Grundsatzentscheidung folgte der Rat einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung. Gleichzeitig erteilte er der Verwaltung das Mandat, eine Überprüfung der bisherigen Trasse der Stadtstraße auf den Weg zu bringen. Für den Neubau des Rathauses soll eine ergebnisoffene Standortprüfung erfolgen. Zur Diskussion stand im April 2021 ein möglicher Standort am Berliner Platz. Mit dem Thema beschäftigte sich der Stadtrat bei seiner Sitzung am 3. Mai 2021 und lehnte den Standort Berliner Platz ab.
 

Optimierungen von Planung und Bau der Stadtstraße

Das Areal des Rathaus-Centers hatte sich die Stadt bereits 2019 gesichert. Vor diesem Hintergrund sieht die Stadt Ludwigshafen Optimierungen von Planung und Bau der Stadtstraße. Erste Überlegungen hatten ergeben, dass durch vorsichtige Anpassungen, insbesondere einer geringen Verschiebung nach Süden, deutliche Verbesserungen für die Bauabläufe und damit kürzere Bauzeiten und geringere Verkehrsbeeinträchtigungen erzielt werden könnten.

Die Stadtverwaltung unterzog diese Annahmen einer intensiven Prüfung. Ergebnis: Die verschwenkte Stadtstraße ist technisch machbar, sie ist für die Anwohnerinnen und Anwohner verträglich, für die Ökologie neutral, die erwarteten Verbesserungen, vor allem die Entlastungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und damit für Stadt und Region sowie die verkürzten Bauphasen, können umgesetzt werden.

Die Stadtverwaltung stellt ihre Prüfergebnisse dem Stadtrat am 3. Mai 2021  vor. Am 4. Mai startete direkt im Anschluss ein zweiwöchiger digitaler Bürgerdialog. Die Fachplanerinnen und –planer erläuterten dabei ihre Überlegungen, zeigten die vereinfachten Bauabläufe auf und standen Rede und Antwort.

Angesichts der umfangreichen Arbeiten an der Hochstraße Nord sieht es die Stadtverwaltung als Aufgabe an, Belastungen durch die Großbaustelle so gering wie möglich halten. Daher wurde im September 2020 die Planungsvariante der verschwenkten Stadtstraße zur Diskussion gestellt, nachdem sich die Möglichkeit durch den kommenden Abriss des Rathauses und des Centers dazu ergab. Der Planungsprozess steht also nicht allein, sondern entwickelt sich im Wechselspiel und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und allen unterschiedlichen Anspruchsgruppen.

Das Rathaus-Center

rote Netze an der Hochstraße Nord und Teile der Rathaus-Mall

 

Die Hochstraße Nord und das Rathaus-Center sind baulich eng miteinander verknüpft. Teile des Centers liegen direkt unter der Hochstraße Nord. Arbeiten an der Hochstraße Nord haben also direkte Auswirkungen auf das Center.

Planungshoheit gesichert

Mit dem Kauf des Centers sicherte sich die Stadt die Planungshoheit über das Areal – auch mit Blick auf das zu entwickelnde Stadtquartier City West. Am 15. April 2019 hatte der Stadtrat mit großer Mehrheit für den Kauf des Rathaus-Centers gestimmt. Wie mehrere Gutachten belegten, stellte dies für die Stadt die wirtschaftlichste Lösung dar.

Durch den Kauf hat die Stadt Planungshoheit über das gesamte Areal, zudem werden Baustellenplanung und Baustellenlogistik vereinfacht, Zeit und Geld können eingespart werden. Das Rathaus-Center wurde zum 31. Dezember 2021 geschlossen.

Das Rathaus

In der Diskussion um einen Standort für ein neues Rathaus ist die Ausgangslage klar. Der Rathaus-Turm wurde Ende 2021 genauso geschlossen wie das Rathaus-Center. Der gesamte Komplex wird abgerissen. Die Bereiche der Verwaltung sind in verschiedenen Immobilien in der Innenstadt untergebracht, mit doch einigermaßen langen Wegen von Haus zu Haus. Das ist gerade auch für Bürgerinnen und Bürger bzw, alle Kundinnen und Kunden keine einfache Situation. Sie haben ein Anrecht auf gut erreichbare und gut strukturierte Dienstleistungen und Services. Sie wollen nicht von A nach B laufen, sondern wollen ihre Anliegen zentral und kundenfreundlich bearbeitet wissen. Ein neues, zentrales Rathaus mit Platz für möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würde deswegen nicht nur für die Stadtgesellschaft sondern auch für die Verwaltung selbst Vorteile bringen.

Nachdem der Stadtrat am 21. September 2020 nach eingehender Beratung die Variante 2 "Neubau des Rathauses mit ergebnisoffener Prüfung eines Alternativstandorts für das Rathaus“ beschlossen hat, initiierte die Stadtverwaltung mehrere Gesprächsrunden mit den Fraktionsvorsitzenden im Rat. Ziel und Inhalt des prozessbegleitenden Austausches war, die  Vorschläge der Fraktionen wertungsfrei aufzunehmen, den Prozess zu moderieren und im Ergebnis mehrere  Standortalternativen zur Entscheidung an den Stadtrat zur Beschlussfassung zu geben. Die Fraktionen waren gebeten worden, favorisierte Standorte für ein zukünftiges Rathaus im Stadtgebiet zu benennen und die wichtigsten Standortkriterien aufzuzeigen. In seiner Sitzung am 3. Mai 2021 erteilte der Stadtrat in seiner Mehrheit der Verwaltung einen umfangreichen Prüfauftrag. Informationen zu den Beschlüssen des Stadtrates gibt es im Ratsinformationssystem der Stadt.

Standortsuche für ein neues Rathaus

Bis Ende 2022 sollen das Nutzungskonzept und der Standort für ein neues Rathaus feststehen.

In einem partizipativen Prozess sollen sich Politik, Bürgerinnen und Bürger und Mitarbeitende der Stadtverwaltung aus ihrer jeweiligen Sicht einbringen können. Diesen Vorschlag bekräftigte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck bei der Sitzung des Stadtrates am 14. Februar 2022.

Handlungsfeld des Arbeitsplatz der Zukunft

Die strategischen Rahmenbedingungen und Grundlagendaten für die Berechnung des Flächenbedarfs der Stadtverwaltung werden sich aus den Ergebnissen des Projektes "Arbeitsplatz der Zukunft" ableiten lassen. Die Frage nach dem zukünftigen Raumkonzept für die Stadtverwaltung ist eines der Handlungsfelder des Projektes. Dessen Umsetzung startet nun, nachdem der Abschlussbericht des gemeinsamen Forschungsprojektes von Verwaltung und Hochschule Ludwigshafen ebenfalls am 14. Februar 2022 im Stadtrat vorgestellt wurde.

Zukunftsfähiges Büro- und Flächenkonzept

Bis Mitte des Jahres werden die Bereiche der Verwaltung ihre individuellen Bedarfe für ein zukunftsfähiges Büro- und Flächenkonzept erarbeiten. Auch die Fraktionen im Stadtrat sollen bei der Entwicklung des Raumbedarfs im Hinblick auf die Gremienarbeit beteiligt werden.

Mehrere geeignete Optionen in der Innenstadt

Aus Sicht der Verwaltung werden in der Standortfrage im Laufe des Jahres mehrere geeignete Optionen in der Innenstadt zu betrachten sein. Dazu gehören das Lichtenberger Ufer, das Areal des bisherigen Rathauses an der künftigen Helmut-Kohl-Allee, der Standort Rheinschanze/Walzmühle und das Metropol am Berliner Platz. Die bisherigen Verwaltungsstandorte Westendstraße 17 und Stadthaus Nord sollen zudem beibehalten werden.

Der Bereich am Lichtenberger Ufer und auf dem ehemaligen Rathaus-Areal ist im Eigentum der Stadt, die anderen möglichen Flächen sind in Privateigentum. Eine bauliche Umsetzung ist auf allen Flächen möglich. Mit einer Nutzwertanalyse will die Stadtverwaltung alle Standortvorschläge im Lauf des Verfahrens näher betrachten und am Ende zu einem von Politik und Verwaltung gemeinsamen getragenen Vorschlag kommen, in dem sich auch Anregungen aus der Bürgerschaft wiederfinden sollen.

FAQ

Was genau passiert jetzt mit dem Rathaus?

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 21. September 2020 dem Abriss des Rathauses und des Rathaus-Centers zugestimmt und den Weg frei gemacht für die Prüfung einer optimierten Streckenführung der Stadtstraße. Mit dieser Grundsatzentscheidung folgte der Rat einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung. Gleichzeitig erteilte er der Verwaltung das Mandat, eine Überprüfung der bisherigen Trasse der Stadtstraße auf den Weg zu bringen. Für den Neubau des Rathauses soll eine ergebnisoffene Standortprüfung erfolgen.

Warum kann man den Turm nicht doch sanieren und erhalten?

Die Sanierung des Turms ist wurde ebenfalls in der Variantenuntersuchung geprüft – einmal in Kombination mit einem Erweiterungsbau (Zentralisierung der Verwaltungsleistungen) und einmal ohne (Teilzentralisierung). Aspekte der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit gaben dann den Ausschlag für den Abriss, da bei einer Sanierung des Turms der Spielraum für die Flächennutzung eher begrenzt ist.

Was ist eine Machbarkeitsstudie?

Eine Machbarkeitsstudie überprüft mögliche Lösungsansätze für ein Projekt hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie werden die Lösungsansätze analysiert, Risiken identifiziert und Erfolgsaussichten abgeschätzt. Überprüft wird dabei, ob mit dem jeweils betrachteten Lösungsansatz die vereinbarten Projektergebnisse (Werke, Liefergegenstände, Produkte) unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen erstellt werden können.

Damit der Abriss des Rathaus-Komplexes möglichst schonend und sicher passieren kann, hat die Stadtverwaltung alle kritischen Aspekte wie Bauschadstoffe, Lärm oder Abbruchtechologie im Vorfeld in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Die wirtschaftliche Beurteilung, ob die Projektergebnisse den erhofften Nutzen für den Auftraggeber bringen, ist Aufgabe einer Kosten-Nutzen-Analyse bei der Erstellung des Finanzplans.

Wann beginnt der Rückbau?

Der Rückbau beginnt aufeinander abgestimmt und teilweise parallel. Die Arbeiten zum Abriss von Mall und Rathaus-Turm starten im dritten Quartal 2022 mit der Entkernung und Schadstoffentsorgung. Danach erfolgt der Rückbau der Fassade und zum Abschluss wird die massive Betonkonstruktion abgerissen. Diese Arbeiten dauern bis Ende 2025.

Im Bereich des ehemaligen Kaufhauses an der Ostseite starten die Arbeiten im zweiten Quartal 2023 und sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Im nördlichen Bereich der Mall, der unter der Hochstraße Nord liegt, beginnen die Arbeiten im vierten Quartal 2023 und dauern bis ins erste Quartal 2025. Ende 2025 soll der gesamte Komplex abgerissen sein. Die dann noch folgenden kleineren Nacharbeiten sind so geplant, dass sie den Bau der Helmut-Kohl-Allee nicht behindern.
Die Vorarbeiten zum Abriss haben bereits Ende 2021 begonnen. Das Baufeld wurde für die Machbarkeitsstudie untersucht und für die Arbeiten vorbereitet.

Herausfordernd für die Planung war, dass der vorgefundene Bestand in Teilen von den vorliegenden Planungsunterlagen des Gebäudes aus den 1970er Jahren abgewichen ist. Für die Ingenieurinnen und Ingenieure bedeutete dies, vertiefend Untersuchungen anstellen zu müssen. Dafür wurden Probesanierungen im Gebäude durchgeführt

 

Wo beginnt der Rückbau?

Der Abriss beginnt im dritten Quartal 2022 mit der Entkernung und Schadstoffentsorgung im Rathaus-Turm und der Mall. Im Bereich des ehemaligen Kaufhauses starten die Arbeiten im zweiten Quartal 2023 und sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Im nördlichen Bereich der Mall, der unter der Hochstraße Nord liegt, beginnen die Arbeiten im vierten Quartal 2023 und dauern bis ins erste Quartal 2025.

Wie erfolgt der Rückbau?

Der Abbruch erfolgt von innen nach außen. Das heißt, zunächst wird der Gebäudekomplex entkernt und leergeräumt, ehe der Abriss beginnt.

Der Abriss des Rathaus-Turms verlangt eine besondere Herangehensweise. Neben der Entkernung und Schadstoffentsorgung, die überall erforderlich ist, muss hier die komplexe Hochhausfassade zurückgebaut werden. Dabei mussten die Planerinnen ud Planer beachten, dass Hochhausfassaden Einzelanfertigungen sind, die detailliert betrachtet werden müssen. Die Arbeitssicherheit für den Rückbau der Fassade kann aus technischer Sicht nicht über eine Gerüstkonstruktion erfolgen. Als Ersatz für die Gerüstkonstruktion werden Bühnen eingesetzt.

Der Rückbau erfolgt ähnlich wie der Aufbau Etage für Etage. Um der in den vergangenen 40 Jahren eingetretenen Alterung entgegenzuwirken, werden die Fassadenelemente über die Bühnen nach unten befördert. Damit die enggesteckten Zeitziele erreicht werden können, sind rund um das Gebäude herum mehrere Bühnen gleichzeitig im Einsatz. Vorstellen muss man sich diese Bühnen wie einen Korb für einen Fensterreiniger, der sich an Seilen nach oben und unten bewegt.

Sobald die Fassade entfernt ist, beginnt der Abbruch des nun freistehenden Rohbaus. Oberhalb des 9. Obergeschosses werden Minibagger zum Einsatz kommen, die Etage für Etage abbrechen. Darunter werden sogenannte Longfront Bagger mit extralangen "Scherenhänden“ arbeiten und wie in Ludwigshafen von der Hochstraße Süd bekannt, den Beton leise und staubarm "herunterknabbern“.

Wie lange dauert der Rückbau?

Ende 2025 soll der komplette Gebäudekomplex abgerissen sein. Die dann noch folgenden kleineren Nacharbeiten sind so geplant, dass sie den Bau der Helmut-Kohl-Allee nicht behindern.

Wie laut wird der Rückbau?

Die Schallschutzberechnungen mit den Annahmen der Machbarkeitsstudie dem geplanten Bauablauf bestätigt die Einhaltung der Grenzwerte. Während der mineralischen Rückbauarbeiten werden Lärm- und Erschütterungsmessungen durchgeführt. Die Arbeitszeiten auf der Baustelle wurden begrenz. Oft ist der vorhandene Verkehrslärm lauter, als die Baustelle.

Klar ist, dass die Rückbauarbeiten Lärm, Staub und Erschütterungen verursachen werden. Die Stadtverwaltung möchte die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner dabei so gering wie möglich halten und hat dies in der Machbarkeitsstudie gründlich geprüft. Der Lärmpegel wird zum Beispiel im Bereich des Carl-Bosch-Gymnasium in der Regel unterhalb des vorhandenen Verkehrslärms liegen, den wir derzeit ohnehin erleben.

Dennoch wird es auch Zeiten geben, in denen es laut wird. Die Verwaltung tut vieles, um die Belastungen durch die Baustelle abzufedern. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Planungen weiter verfeinert. Die Verwaltung geht dann frühzeitig auf die Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Gebäudekomplex zu, um alle Schritte sowie die Auswirkungen der Rückbauarbeiten, die spürbar ab dem dritten Quartal 2022 starten, zu erläutern.

Wird es starke Erschütterungen während des Rückbaus geben?

Es gibt keine relevanten Erschütterungen, da die Bodenplatten und Fundamente erhalten bleiben.

Was geschieht mit dem Bauschutt?

Der Bauschutt wird vor Ort auf seine Bestandteile untersucht und nach Möglichkeit recycelt. Dafür stehen Zerkleinerungsmaschinen z.B. im Warenhof West zur Verfügung. Das Abbruchmaterial wird im gesamten Baufeld um das Rathaus-Center bereitgestellt.

Wird der Bauschutt recycelt?

Ja, das ist ein zentrales Anliegen im Rückbaukonzept. Das örtliche Recycling hat mehrere Vorteile: eine geringe Verkehrsbelastung, durch weniger LKW zum Abtransport, eine geringere CO2-Belastung und eine Kosteneinsparung. Das wiederzuverwendende Material wird für den Bau der Helmut-Kohl-Allee bereitgestellt.

Was kostet der Rückbau?

Aufgrund der allgemeinen gestiegenen Baupreise muss die Stadtverwaltung ihre Kostenannahmen anpassen. Knappe Ressourcen sowie die Auswirkungen von Corona und des Ukraine-Krieges sorgend dafür, dass Preisentwicklungen sehr schwer kalkulierbar sind. Die Stadtverwaltung geht daher davon aus, dass die Baupreise in den nächsten Jahren regelmäßig stärker steigen werden als die allgemeinen Verbraucherpreise.

Sie rechnet daher aufgrund der vorliegenden Zahlen, dass die Kosten für den Rückbau des Gebäudekomplexes bei rund 79,73 Millionen Euro liegen.

Davon entfallen rund 7,85 Millionen auf den Abriss der Nordmall sowie rund 71,88 Millionen Euro auf die beiden anderen Gebäudeteile. Die nun anstehenden Erhöhungen beruhen fast ausschließlich auf der Inflation der Baupreise. Die Planungsergebnisse zeigen sich stabil.

Sind die Arbeiten im Zeitplan?

Ja, die Arbeiten sind im Zeitplan.

Wo kann ich mich informieren?

Alle Informationen zum Abriss des Rathauskomplexes finden sich hier auf www.ludwigshafen-diskutiert.de.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich im Info-Punkt vor Ort, im ehemaligen Café Palazzo neben dem Eingang Haltestelle Rathaus über das Infrastrukturprojekt auf Plakaten und Aushängen zu informieren. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung ist vor Ort und steht gerne Rede und Antwort. Der Info-Punkt ist montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Downloads

Präsentation " Machbarkeitsstudie Rückbau Rathaus-Center und Rathaus", Bau- und Grundstücksauschuss 16. Mai 2022

2022
Rathaus
Datei
Vorschaubild Rathaus und Rathaus-Center

Präsentation "Rathaus und Rathaus-Center Planmäßiger Rückbau", Stadtrat 13. Dezember 2021

2021
Rathaus-Center
Datei

Präsentation "Integrierte Hochstraßenplanung", Stadtrat 21. September 2020

2020
Helmut-Kohl-Allee/Stadtstraße
Datei

Präsentation Variantenuntersuchung Rathaus, Stadtrat 25. Mai 2020

2020
Rathaus
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Rathaus-Center: Stadtrat 26. November 2018 - Anlage Lageplan Rathaus

2018
Rathaus-Center
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Rathaus-Center: Stadtrat 26. November 2018 - Präsentation

2018
Rathaus-Center
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Rathaus-Center: Stadtrat 26. November 2018 - Vorlage

2018
Rathaus-Center
Datei

Rathaus-Center: Stadtrat 26. November 2018 - Anlage zur Vorlage

2018
Rathaus-Center
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