Entwicklungschancen

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Raum für neue Stadtideen? Neben den reinen Bau- und Unterhaltungskosten spielt in den Planungen eine große Rolle, wie der städtische Raum im Umfeld der Straße neu gestaltet und vor allem genutzt wird. Abhängig davon, welche Variante verwirklicht werden soll, können im Umfeld der neuen Hoch- oder Stadtstraße neue Gebäude entstehen, sowohl für Wohnraum als auch Büros. Entscheidend dabei ist, ob das entstehende Umfeld attraktive Flächen für mögliche Investoren bietet und damit potentiell neue Wohnungen und Arbeitsplätze in Ludwigshafen entstehen. Auch für die angrenzenden Stadtteile und ihre Entwicklung ist die Frage der Straßengestaltung ebenfalls von Bedeutung: Liegen Sie an einer Hochstraße an oder grenzen Sie an eine Stadtstraße?
Ähnlich wie die Frage nach dem Raumgefühl, ist diese insbesondere eine Frage zur Entwicklungsrichtung der Stadt : Wie sehen die Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener ihre eigene Stadt und welche Chancen für die Entwicklung ihrer Stadt möchten sie genutzt sehen?

Wie sich die Stadtstraße in das bestehende Quartier einfügt und welche Chancen sich für die Entwicklung des Gebietes dadurch ergeben, wurde im Zuge der Bürgerbeteiligung 2014 sehr intensiv diskutiert. So wurde aus dem Blickwinkel der „Entwicklungschancen“ ebenso diskutiert wie unter den Blickwinkeln „Raumgefühl“, „Nachbarn“ und „Umwelt“. Diese Sichten sind daher zusammengeführt.


Arbeitsaufträge an die Stadtverwaltung

In der Bürgerbeteiligung wurde argumentiert:

„Bei der Entscheidung zugunsten der Stadtstraße wurde der Blickwinkel Entwicklungschancen als sehr wichtig für die Gesamtentscheidung angesehen. Hier wurde häufig der Nutzungsmix von Wohnraum, Gewerbe- und Grünflächen thematisiert. Ein weiterer Schwerpunkt in den Beiträgen war die Auseinandersetzung mit den räumlichen Verbindungen: Hier wurde, insbesondere mit Blick auf die lange Stadtstraßenvariante, die Hoffnung auf ein Zusammenwachsen der Stadtteile mehrfach geäußert" (Ludwigshafen diskutiert: „Abriss der Hochstrasse Nord ... und was kommt danach?).

Der Stadtrat erteilte folgende Arbeitsaufträge an die Verwaltung:

„Die Anbindung und Verbindung zwischen der nördlichen und südlichen Innenstadt wird nochmals unter jedem Aspekt umfassend geprüft.“

„Die Ausgestaltung der Grünachse zwischen Friedenspark und Rhein soll in einem strukturierten Verfahren unter Einbindung von regionalen Planern erarbeitet werden.“ Lesen Sie den gemeinsamen Antrag der SPD und CDU Fraktion zu City West/Erneuerung der Hochstraße Nord und lesen Sie hier die Anträge zur Stadtratssitzung vom 24.03.2014.



Vorschlag der Stadtverwaltung

Auf Grundlage der vorangegangenen Beschlüsse und Hinweise hat die Stadtverwaltung einen Aufgabenkatalog entwickelt und drei Planungsbüros zur Bearbeitung vorgelegt. Deren Aufgabe ist es, Ideen und Vorschläge zu entwickeln, wie öffentliche Plätze und Quartiere beispielsweise durch Bepflanzungen aufgewertet und miteinander verknüpft und wo verbindende Grünzüge angelegt werden könnten. Die Büros sind: Agence Ter Landschaftsarchitekten aus Karlsruhe, GTL Landschaftsarchitekten aus Kassel sowie Olschewski LandschaftsArchitekten aus Ludwigshafen gemeinsam mit Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, München. Wissenschaftlich begleitet wird die Stadtverwaltung von Prof. Rolo Fütterer von der Hochschule Kaiserslautern.

Diese Aufgabenstellung möchte die Stadtverwaltung jetzt offenlegen und Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeiten geben, sich damit vertraut zu machen und Verständnisfragen zu stellen. In den kommenden Wochen werden die Büros ihre Ideen weiter ausarbeiten. Im Mai lädt die Stadtverwaltung erneut zu einem intensiven Bürgerdialog ein, um die dann entwickelten Planungsideen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu erörtern.

Der Aufgabenkatalog beinhaltet sehr genaue Fragestellungen. Dabei sind die Büros gefordert, konkretere Aussagen zu folgenden Punkten zu machen, diese sozusagen unter die Lupe zu nehmen:.



  • Wie kann der Friedenspark erweitert und mit der geplanten Wohnbebauung verknüpft werden – gestalterisch als auch funktional? Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Abschirmung und Überquerung der sogenannten BASF-Bahn.
  • Wie können Friedenspark, Hemshof und die Innenstadt im Mündungsbereich der Bürgermeister-Grünzweig-Straße mit guter Fuß- und Fahrradwegeanbindung in Richtung Danziger Platz und Berliner Straße klar und sicher miteinander verknüpft werden? Wie kann der Europaplatz mit der Innenstadt verbunden werden und wie kann eine Grünzone entlang der Jaegerstraße in Verbindung mit der Wohnbebauung geschaffen werden? Hierbei sollen auch der Straßenquerschnitt, die Struktur und Gestaltungselemente der geplanten Stadtstraße mitbetrachtet werden.
  • Wie können die Prinzregentenstraße und das Rathaus-Center stärker miteinander verbunden werden als Fortsetzung der Verbindung in den Hemshof? Könnte man sich eine stärkere Definition des Carl-Wurster-Platzes durch Baukörper oder Grünelemente denken?
  • Wie können die Stadtstraße und der Ludwigsplatz zum Rhein unter Berücksichtigung der Eingangssituation der Rhein-Galerie verknüpft werden? Wie kann die Rheinpromenade als Grünverbindung entlang des Rheins Richtung Hemshof fortgeführt werden? Wie können Brachen genutzt werden? Wie kann die Grünplanung mit einer Erweiterung des Stadtumbaugebietes einhergehen?



Fortschreibung des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes

Zum Hintergrund: Bereits in der Vergangenheit war es ein Ziel der Stadtentwicklung, durch Grünflächen eine attraktivere Verbindung zwischen dem Friedenspark und dem Rhein zu schaffen. Mit den Planungen für „City West“ ergibt sich nun konkret die Möglichkeit, gemeinsam diese Ideen zur Grünplanung aufzunehmen und umzusetzen. Auch in der derzeit gültigen Flächennutzungsplanung wird eine stärkere Anbindung der Innenstadt an den Rhein und der übergeordneten Freiräume gefordert, da es zu wenig Grünflächen für die im so genannten Stadtumbaugebiet lebenden und arbeitenden Menschen gibt. Mit dem Zollhofhafen und der neuen Rheinpromenade wurden in der Vergangenheit bereits deutliche Verbesserungen verwirklicht. Die nun zu entwickelnde Stadt- und Grünplanung soll zugleich ein erster Schritt zur Fortschreibung des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes aus dem Jahr 2006 sowie einer Anpassung des Stadtumbaugebiets sein. Daher wird die Entwicklung des Grünkonzeptes im Rahmen des Stadtumbaus vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Bei der Entwicklung der Grünkonzeption haben die Büros auch die Freiheit, die mit der Stadtstraße einhergehenden städtebaulichen Entwürfe zu überprüfen und in begründeten Fällen fortzuentwickeln.



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Hochstraße neu

Der Wiederaufbau einer Hochstraße bietet der Stadt Ludwigshafen in Bezug auf die Entwicklungschancen keine neuen Möglichkeiten. Beim Neubau einer Hochstraße, auch wenn sie im Bereich der Rampen insgesamt schlanker gestaltet wird, bleibt es also dabei, dass aufgrund ihrer innerstädtischen Lage wertvolle Flächen nicht optimal genutzt werden können, da sie unter oder direkt neben einer Brücke liegen. Wie die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte zudem zeigt, waren solche Restflächen baulich kaum nutzbar und deshalb für Investoren wenig interessant. Dadurch können aus immobilienwirtschaftlicher Sicht keine Vermögenswerte geschaffen werden. Zudem müssen die Flächen, um sie interesssant für private Investoren zu machen, erschlossen und mit dem bestehenden Verkehrsnetz verbunden werden. Auch für die angrenzenden Stadtquartiere wie West, Hemshof oder Mitte bleibt nach langer Bauzeit alles beim Alten. Das Brückenbaubauwerk mit seinen vielen Pfeilern schränkt Blick- und Wegebeziehungen, etwa zum Rhein oder zu gegenüberliegenden Quartieren, ein.

Entwicklungschancen
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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Hochstraße versetzt

Die Entwicklungschancen bei der „Hochstraße versetzt“ sind noch geringer als bei der „Hochstraße neu“, da wiederum eine Stadtautobahn über die Innenstadt führt und diese räumlich trennt. Durch Versetzen der Straßenführung nach Süden rückt diese weiter ins Zentrum auf Höhe des Messplatzes bzw. des Parkplatzes Jaegerstraße. Beim Neubau einer leicht südlich versetzten Hochstraße, auch wenn sie im Bereich der Rampen insgesamt schlanker gestaltet wird, können aufgrund ihrer innerstädtischen Lage wertvolle Flächen nicht optimal genutzt werden, da sie unter oder direkt neben einer Brücke liegen. Dadurch können aus immobilienwirtschaftlicher Sicht keine Vermögenswerte geschaffen werden. Für Investoren sind diese Flächen kaum interessant.
Auch für die angrenzenden Stadtquartiere wie West, Hemshof oder Mitte bleibt nach gut achtjähriger Bauzeit alles beim Alten. Das Brückenbauwerk mit seinen vielen Pfeilern schränkt Blick- und Wegebeziehungen, etwa zum Rhein oder zu gegenüberliegenden Quartieren, ein. Die Chance, Raum für neue Stadtideen zu schaffen und neue innerstädtische Räume zu schaffen, auf denen beispielsweise Büros oder Wohnungen entstehen, ist hier äußerst gering oder nicht gegeben. Teile der bestehenden Erschließungsanlagen müssen umgebaut werden, um die tiefer liegenden Fuß- und Radwege auf die Ebenen der Straßen wie der Pasadena- und Sumgaitalle und der Heinigstraße zu bringen.

Entwicklungschancen
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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Stadtstraße kurz

Als großzügig angelegte Stadtstraße mit breiten Seitenräumen und Baumreihen wird diese Variante im Hinblick auf Entwicklungschancen planerisch als deutliche Verbesserung im Gegensatz zur jetzigen Situation angesehen. Zwischen Rathaus-Center und Lorientallee entsteht ein neues Stadtquartier mit vielen Möglichkeiten für die Innenstadt, den Hemshof und den Friedenspark. In diesem neuen Stadtquartier wird Platz geschaffen für Wohnungen und Büros. Gute Chancen, dann vorhandene Flächen zu vermarkten, bestehen in erster Linie bei den ebenerdigen Straßenvarianten.
Im Vergleich mit der „Stadtstraße lang“ bleibt trotz Verschlankung der Rampen bei der „Stadtstraße kurz“ der große Brückenkopf erhalten. Wegen der Auffahrten zur Kurt-Schumacher-Brücke und vor allem der Höhenlage des Parkdecks des Rathaus-Centers kann die neue Stadtstraße daher nicht mit der Rheinuferstraße verknüpft werden. Im Westteil der Straße erfolgt die Querung der Bahn wieder in Hochlage.

Entwicklungschancen
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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Stadtstraße lang

Die „Stadtstraße lang“ ist wie ihre kürzere Variante großzügig angelegt mit breiten Seitenräumen und Baumreihen. Durch die neu geführten Auf- und Abfahrten zur Kurt-Schumacher-Brücke entstehen an der 860 Meter langen Stadtstraße zusätzlich attraktive Flächen für neue Gebäude – direkt gegenüber dem Rathaus-Center. Immobilienwirtschaftlich ist dies ein positiver Effekt.
Wie bei der kurzen Variante entsteht zwischen Rathaus-Center und Lorientallee ein neues Stadtquartier mit Wohnungen und Büros. Gute Chancen, dann vorhandene Flächen zu vermarkten, bestehen in erster Linie bei den ebenerdigen Straßenvarianten. Zudem entstehen bei der langen Planungsvariante neue attraktive Flächen unmittelbar nördlich des Rathauses. Der große Gewinn: neue Möglichkeiten für innerstädtischen Wohnen und Arbeiten am Friedenspark und der City.
Insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner entlang der Dessauer Straße zeigen sich durch die neue Ausformung des Brückenkopfs positive Auswirkungen: Der Blick vom Hemshof in Richtung Rhein wird wieder frei. Auch ergeben sich für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer aus dem Stadtteil Hemshof neue Möglichkeiten, die Rheinuferstraße ebenerdig zu überqueren und zukünftig über das Zollhofgelände zur Rheinpromenade entlang der Rhein-Galerie bis zur Parkinsel zu gehen.

Entwicklungschancen
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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weiterentwickelte Stadtstraße

Die "Stadtstraße“ präsentiert sich in Anknüpfung an die „Stadtstraße lang“ als ebenerdige, großzügig angelegte Straße mit breiten Seitenräumen und Baumreihen. Die Flächen entlang der neuen Straße haben aufgrund ihrer attraktiven innerstädtischen Lage gute Vermarktungschancen. Insgesamt ergeben sich hohe Potenziale für das Wohnen und Arbeiten in der Stadt. Zudem bietet die neue Ausrichtung des Rathaus-Centers vor dem Hintergrund einer sich zunehmend verändernden Einzelhandelslandschaft in den kommenden zehn Jahren Chancen für die Innenstadt.

Durch die Neuordnung am Nordbrückenkopf, verbunden mit der Reduzierung von Auf- und Abfahrtsrampen, entstehen nun erstmals zusammenhängende (Bau-)Flächen östlich der Dessauer Straße zwischen Hemshof und den heutigen Auffahrten zur Kurt-Schumacher-Brücke. Zudem können durch die Verlegung der Straßenbahntrassen auch Flächen, die unmittelbar an das Rathauscenter angrenzen, für bauliche Zwecke genutzt werden. Während der Bauzeit sind hier Parkplätze vorstellbar, danach könnte z.B. auch ein Parkhaus gebaut werden.

Insgesamt führt die neue Straßenplanung nicht nur zu Bauflächengewinnen, sondern auch zu stadträumlichen Verbesserungen wie beispielsweise durch die nun mögliche beidseitige Bebauung der Dessauer Straße oder durch die Möglichkeit, den Rathausplatz und den Ludwigsplatz räumlich besser zu fassen. Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern, sind in diesem Bereich auch Grünflächen geplant.



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Diskussion zu: Wie wichtig ist Ihnen das Thema Entwicklungschancen in der Diskussion? Wie beurteilen Sie die Varianten im Hinblick auf die Entwicklungschancen?

Neben der Änderung in der langen Einkaufsstraße im Rathauscenter ist für mich der Umbau der Passadena- und Lorientallee der wichtigste Grund für die Stadtstraße lang. Hier sind mehrspurige Straßen mitten in Lu, die nur von wenig Verkehr befahren werden. Wie die Hochstraße ein überbleibsel einer autogrechten Stadt. Diese ganzen Flächen neu zu überplanen ist sehr wichtig.
Neben den geringsten Kosten und der kürzeseten Bauszeit ist auch die Nutzung der freiwerden Flächen links und rechts der neuen Stadtstraße zentral. Ich habe es nicht geglaubt aber link und rechts der Rheinallee wurden in kurzer Zeit Bürogebäude gebaut die genutzt und architektionisch ansprechend sind.:-) Wie wird die Stadtstraße denn heißen? Ludwig- oder Lohnsallee????

#178.2 @Dürfte ich fragen, wo sie Ihre Kristallkugel erstanden haben?
Ich würde auch gerne einen Blick in die Zukunft werfen und mir die fertige Stadtstraße mit ohne Parkplätze ansehen.

#179 Wie kann man nur so pessimistisch sein? Zum Glück denken nicht alles so!
Die Frage nach Parkplätzen wurde schon öfter hier im Forum gestellt (weiß nicht mehr wo genau). Es sind u.a. Parkhäuser geplant...

#179 Wie kann man nur so pessimistisch sein? Zum Glück denken nicht alles so!
Die Frage nach Parkplätzen wurde schon öfter hier im Forum gestellt (weiß nicht mehr wo genau). Es sind u.a. Parkhäuser geplant...

Neue Gewerbeflächen an der Stadtstraßenvariante sollen die Stadt beleben. Aber wo keine Parkplätze sind, da können auch keine Kunden kommen. Und die sind nicht geplant - zumindest habe ich davon nirgends gelesen, bei keiner Variante. Vermutlich wollen die Verantwortlichen den Nahverkehr stärken. Der Autofahrer bedankt sich - und fährt dahin wo er parken kann.
Dafür entstehen ja neue Wohnflächen: Ich wollte schon immer in der Nähe einer großen und lauten Stadtstraße wohen, absolute Traumgegend! Das werden dann die nächsten Leerstände werden. Armes Lu!

#178
Bisher absolut nicht vermarktbar.
Erst mit einer neuen Hochstraße und dem dann unumgänglichen Lärmschutz vielleicht ansatzweise an den Mann/ die Frau zu bringen.
Leider steht zu befürchten, dass auch in Zukunft niemand Schlange stehen wird.

#178
Bisher absolut nicht vermarktbar.
Erst mit einer neuen Hochstraße und dem dann unumgänglichen Lärmschutz vielleicht ansatzweise an den Mann/ die Frau zu bringen.
Leider steht zu befürchten, dass auch in Zukunft niemand Schlange stehen wird.

Auch bei einem 1:1 Neuaufbau der Hochstraße sind Entwicklungsflächen ausgewiesen. Warum hat man bisher dieses Potential nicht genutzt?

Durch den Bau einer Stadtstraße würden Parkplätze im Zentrum wegfallen. Wie viele Parkplätze würden wegfallen, wird es Ersatz geben und wenn ja, wo wird es Parkplätze geben?
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Antwort der Stadt Ludwigshafen (eingestellt durch die Moderation am 10.02.2014 um 18:00 Uhr):
Bei den Testentwürfen für die Hochstraßenvarianten wurden wie für die Stadtstraßenvarianten die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten geprüft. Als Voraussetzung für eine bauliche Nutzung bei den Hochstraßenvarianten ist insbesondere eine Anpassung der bestehenden Verkehrserschließung (Rückbau der derzeit tieferliegenden Fuß- und Radwege und Verlegung in die Ebene der Straßen) erforderlich. Dies war in der Vergangenheit nicht gegeben, weshalb sich eine bauliche Nutzung der Flächen nicht angeboten hat. Zudem bestand eine weitere Restriktion für Hochbaumaßnahmen aufgrund der (zwischenzeitlich aufgegebenen) unterirdischen Straßenbahntrasse (ehemalige Linie 12), welche quer über den Messplatz und tangential am Jägerparkplatz verläuft. Hält man sich weiterhin noch vor Augen, dass Bauflächen entlang ebenerdiger Straßen, auch entlang verkehrlich hochbelasteter Straßen, bei Investoren und Nutzern prinzipiell eher auf Interesse stoßen als Bauflächen entlang von Brücken bzw. Hochstraßen, lässt sich erklären, dass die Potentiale im Umfeld der Hochstraße bislang nicht genutzt wurden.
Nach dem heutigen Kenntnisstand wird während der Bauzeit unabhängig von der gewählten Straßenvariante sicherlich ein großer Teil der derzeit vorhandenen Stellplätze (auf dem Messplatz/Jägerparkplatz insgesamt ca. 950) unter und im Umfeld der heutigen Hochstraße nicht mehr zu Verfügung stehen können, da in diesen Bereichen gebaut wird oder die Flächen für die Baustelleneinrichtung benötigt werden. Dies ist aber vom konkreten Bauablauf abhängig, sodass eventuell auch in dieser Zeit, wenn auch in geringem Umfang und nur temporär, Teilflächen als Parkplatz genutzt werden können. Zudem stehen in der Innenstadt weiterhin zentral gelegene Parkhäuser (z.B. Bahnhofstraße/Bürgerhof oder Pfalzbau) zur Verfügung, welche heute noch Kapazitäten frei haben. Diese Parkmöglichkeiten können natürlich auch nach der Bauzeit genutzt werden.
Bei den Stadtstraßenvarianten werden die derzeitigen ebenerdigen Parkplatzflächen langfristig nicht mehr zur Verfügung stehen, da diese Bereiche bebaut bzw. einer anderen Nutzung zugeführt werden sollen oder für die Erschließung der neuen Bauflächen benötigt werden. Bei der Variante "Stadtstraße lang" würden zudem noch ca. 240 von rund 1.000 Stellplätze im Parkhaus des Rathauscenters entfallen. Die nötigen Stellplätze für die neuen Nutzungen sollen ähnlich wie im Baugebiet Rheinufer Süd in Tiefgaragen untergebracht werden. Ansonsten wird es in begrenztem Umfang auch öffentliche Stellplätze in den neuen Straßenräumen geben und es besteht die Möglichkeit zukünftig auch auf den neuen Baufeldern Parkplätze in öffentlichen Parkhäusern der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, welche allerdings, wie die heutigen ebenerdigen Parkplätze im Bereich der Hochstraße auch, nicht kostenfrei sein können. Man kann zudem auch davon ausgehen, dass die neugeschaffenen Bauflächen nicht sofort gänzlich bebaut werden und somit durchaus auch Baufelder vorübergehend als öffentlicher Parkplatz zur Verfügung gestellt werden können.

#159.2
Natürlich muss man bei so einem so großen Projekt, auch ein wenig nach links und recht schauen, um die Auswirkungen abschätzen zu können.
Und die langen Jahre der Bauzeit sind eine massive Auswirkung.

Die Lösung für die Zukunft: Hochstraße nicht ersetzen! Entweder abreißen oder als Baudenkmal ungenutzt stehen lassen. Mal sehen, was sich daraus entwickelt?
Das hat zur Folge: Weniger Baukosten, weniger Verkehr, weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Folgekosten ... mehr ÖPNV, mehr Lebensqualität, mehr Platz für alles andere, ...

Auch ich bin nicht ganz überzeugt, dass man die neuen Immobilienflächen sofort an den Mann oder die Frau bringen kann, wenn dies schon in der Bismarckstraße nicht gelingt. Trotzdem schafft man EntwicklungsMÖGLICHKEITEN, die eine Hochstraße in jedem Fall nicht offen lässt. Die wünschenswerteste Entwicklung für mich wären übrigens sowieso mehr Grünflächen und nicht mehr Beton.

eine neue Planung kann unserer Stadt ein neues, freundlicheres Gesicht geben.
Dazu gehören Strassen mit Baumbepflanzungen und Radwegen.
Deshalb die lange, tiefergelegte Strasse.

Ist attraktiv für Büroräume und gewerbliche Nutzung

#159 was hat dieser Kommentar mit der Hochstrassendiskussion zu tun ?

#171 Gerade die Belästigungen der Geschäfte im Center während des Abriss und Neubau einer Hochstraße, sozusagen über den Köpfen der Geschäfte und Parkplätze spricht für die lange Stadtstraße. Dabei würden doch zuerst neue Zufahrten geschaffen, Ersatz gebaut und dahinter könnte eine neue Straße entstehen, deren Bauarbeiten das dann umgebaute Center überhaupt nicht beeinträchtigen. Gerade die Sorge um das Rathauscenter spricht für die Stadtstrasse lang !

Das Rathauscenter hat jetzt schon zu kämpfen und würde durch den Wegfall von Parkfläche und schlechterem Zugang aus Richtung Hemshof etliche Kunden verlieren, was dann wieder Arbeitsplätze kostet. Auch müssten Investoren und vor allem Nutzer für die geplanten Bürogebäude gefunden werden, oder stehen nicht schon genug Gebäude leer die man auch nicht vermieten kann? Viel wichtiger ist eine Entwicklung und Belebung der Innenstadt mit Rathauscenter und Fußgängerzone Bismarckstraße! Würden die Parkmöglichkeiten im Rathauscenter derart eingeschränkt werden, würde für mich der Einkaufsbummel in Ludwigshafen entfallen !

Zu bedenken ist, dass die Stadt schon jetzt unter Leerständen zu leiden hat. Eventuell wäre auch eine Bebaung unter einer Hochstraße überlegenswert.

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