Kosten

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Die Kosten für die neue Straße sind je nach Variante unterschiedlich. Sie setzen sich zusammen aus den Kosten für den Abriss der bestehenden Hochstraße und für den Bau der neuen Straße. Hinzu kommen Kosten, die für die jährliche Instandhaltung eingeplant werden müssen. Außerdem entstehen Kosten durch die Anpassung an das bestehende Straßennetz. Da die Hochstraße Nord auch zu einem großen Teil von Pendlerinnen und Pendlern aus der Vorderpfalz und Nordbaden genutzt wird, hat sie gleichermaßen eine überörtliche Funktion. Daher macht sich die Stadt Ludwigshafen nachdrücklich für ein auf mehreren Schultern verteiltes Finanzierungsmodell stark, das der vielfach regionalen Nutzung der Straße Rechnung trägt.

Nach dem Beschluss des Stadtrates am 23. März 2015 haben Ingenieure und Planer begleitende Begutachtungen und Untersuchungen veranlasst und die einzelnen Schritte weiter miteinander verknüpft. Bei einem so großen Vorhaben wie dem Abriss der Hochstraße Nord und dem Bau einer neuen Stadtstraße müssen ganz unterschiedliche technische, rechtliche und planerische Fragestellungen bedacht und aufeinander abgestimmt werden. Planungsrechtlich spricht man in dieser noch frühen Phase von der „Entwurfsplanung“. Dabei müssen die Ingenieure jederzeit im Blick haben, welche Auswirkungen die aktuellen Arbeiten für die geplanten Bauzeiten und Kosten haben.

Auch nach einer weiteren Vertiefung der Planung bleibt es bei den geschätzten Bauzeiten von rund 7,75 Jahren. Der geschätzte Kostenrahmen ist ebenfalls unverändert. Der geplante Baubeginn ist 2018, nicht enthalten sind Entschädigungskosten.

Ein besonderes Augenmerk haben die Ingenieure in den vergangenen Monaten noch einmal auf den Nordbrückenkopf und dessen Umfeld gelegt. Dieser wurde auch bei der Bürgerbeteiligung immer wieder diskutiert:

„Insgesamt 200 Beiträge bezogen sich unter der Rubrik Verkehr auf den nichtmotorisierten Individualverkehr (Fußgänger und Radfahrer). Durch diese hohe Anzahl wird deutlich, dass auch diese Thematik von großer Bedeutung für die Teilnehmenden ist. In vielen Hinweisen wurde für die neue Straße eine Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer gefordert. Neue und bessere Fuß- und Radwege wurden oftmals gewünscht“.

Hier haben sich einige Veränderungen ergeben, die gegenüber dem Entwurf der "Stadtstraße“ von vor einem Jahr noch einmal Verbesserungen für die Verkehrsteilnehmenden darstellen. Dies sind vor allem:

  1. Günstiger für Stadtbahn-Fahrgäste ist nun die Lage der Haltestelle Gartenstraße: Sie ist weiter nach Süden gerückt und liegt nun nahezu mittig zwischen den Haltestellen Rathaus und Hemshofstraße. Die Haltestelle liegt außerdem nun mit beiden Enden direkt an Fußgängerüberwegen.
  2. Der Fuß- und Radweg entlang der Rheinuferstraße Richtung BASF ist jetzt kreuzungsfrei, dies unterstützt das schnelle Vorankommen der Menschen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Die Überquerung der Rheinuferstraße für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer, die von der Kurt-Schumacher-Brücke kommen, wird einfacher und sicherer gestaltet. Die Verknüpfung der Wege entlang der Rheinuferstraße und auf die Brücke wurde deutlich verbessert.
  3. Einfacher und begradigt ist nun auch die Abfahrt von der Kurt-Schumacher-Brücke aus Mannheim kommend Richtung nördliche Stadtteile und BASF.
  4. Außerdem gibt es eine zusätzliche Abbiegemöglichkeit von Mannheim kommend auf die Stadtstraße in Richtung Rheinuferstraße.

  5. Neues Verkehrslenkungssystem geplant

    Um Unannehmlichkeiten für alle so gering wie möglich zu halten, plant die Stadtverwaltung neben einer Ausweitung des Fahrtenangebots mit Bussen und Bahnen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch den Einsatz eines intelligenten und IT-gestützten Verkehrslenkungssystems. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es vor allem ab dem zweiten Jahr der Bauarbeiten zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommt.

    Kernaussage zum Thema "Verkehr" aus dem Auswerteungsbericht der vergangenen Bürgerbeteiligung:

    „…gingen ebenfalls Beiträge ein, die sich auf den Verkehr in der Bauzeit bezogen. (…) In den Beiträgen wurde deutlich, dass die Teilnehmenden noch stärker über die Verkehrslenkung und Verkehrsbelastung während der Bauzeit informiert werden möchten. Wie wird der Verkehr während der Bauzeit gelenkt, welche Straßen werden belastet, gibt es Verkehrsleitpläne, wie sieht das Mobilitätskonzept und Nahverkehrskonzept für die Bauzeit aus“ (Ludwigshafen diskutiert: „Abriss der Hochstrasse Nord ... und was kommt danach?)?

    Auch der Stadtrat forderte:

    „Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept für ein umfassendes Baustellen- und Umleitungsmanagement für die einzelnen Rückbau- und Bauphasen. Dieses Konzept ist den ständerätlichen Gremien und der Öffentlichkeit rechtzeitig zu präsentieren.“



    „Drei-Zonen-Konzept“

    Durch den Abriss der Hochstraße Nord und den Bau der Stadtstraße wird über Jahre auf der B 44 in jede Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung stehen. Damit Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dennoch so stressfrei wie möglich an ihr Ziel gelangen, ist ein so genanntes Drei-Zonen-Konzept vorgesehen. In der ersten Zone sollen überregionale Verkehre auf den Autobahnring, bestehend aus A 6 und A 61 mit den Rheinbrücken bei Mannheim-Sandhofen und Speyer, umgeleitet werden. Regionale Verkehre sollen den Bundesstraßenring B 9 nutzen. Die innere Zone sollte nur noch dafür genutzt werden, innerstädtische Ziele zu erreichen.

    Eng damit verbunden ist das „Drei-Zonen-Konzept“ und der Aufbau eines IT-gestützten dynamischen Verkehrslenkungs- und Informationssystems für Ludwigshafen. Das bedeutet: Informationen über freie Strecken, Staus, Sperrungen – also alles, was zur „Reisezeit“ gehört – können in Echtzeit abgerufen werden. Auch gibt es immer aktuelle Hinweise und Empfehlungen, auf weniger stark belastete Strecken auszuweichen. Grundlage für das dynamische Verkehrslenkungs- und Informationssystem sind Verkehrsdaten eines privaten Anbieters. Die daraus berechneten aktuellen Fahrgeschwindigkeiten auf bestimmten Strecken ermöglichen die Ermittlung von Reisezeiten, die auf digitalen Informationstafeln dem Verkehrsteilnehmer in Echtzeit mitgeteilt werden. Diese Informationen können auch über eine spezielle App „Verkehr-Ludwigshafen“ abgerufen werden. Das heißt: Wer beispielsweise morgens um 8 Uhr mit dem Auto nach oder in Ludwigshafen unterwegs ist, erfährt wahlweise über große Hinweistafeln oder per Handy, wo der Verkehr stockt und wie er dies Zeit sparend umfahren kann. Ähnliche Angebote gibt es beispielsweise in Karlsruhe.

    Die Stadtverwaltung plant außerdem, Teile dieses Verkehrslenkungssystems bauvorbereitend und bereits schon deutlich vor Beginn des eigentlichen Baubeginns an der Hochstraße Nord einzusetzen, damit die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sich mit dem System vertraut machen und auch angesichts anderer Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen Vorteile daraus ziehen können.
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Hochstraße neu

Bau: Mit Baukosten von mehr als 330 Millionen Euro ist der Wiederaufbau der Hochstraße die teuerste aller vier zur Diskussion stehenden Varianten. Die 330 Millionen Euro beziehen sich auf einen voraussichtlichen Baubeginn 2018 (Stand Januar 2014). Bei einer Bauzeit von mehr als zwölf Jahren muss mit Preissteigerungen und damit wachsenden Kosten gerechnet werden. Die notwendigen Anpassungen an ein künftiges Preisniveau treffen für alle vier Varianten zu.
Aufschlüsselung in Teilposten: Fast die Hälfte des Betrages, also mehr als rund 165 Millionen Euro, macht allein der Neubau des Brückenkopfes an der Kurt-Schumacher-Brücke aus. Der Hochstraßenneubau im Westen mit der Anbindung an die Autobahn 650 schlägt dort mit rund 89 Millionen Euro zu Buche. Der Mittelteil muss für rund 78 Millionen Euro wieder neu aufgebaut werden. In den aufgeschlüsselten Kosten ist der Abriss der alten Hochstraße Nord enthalten.
Unterhalt: Da der Unterhalt von Brücken teurer ist als der Unterhalt von ebenerdigen Straßen, sind die Unterhaltungskosten für eine neue Hochstraße am teuersten: Rund 2 Millionen Euro pro Jahr müssen dafür veranschlagt werden.
Vernetzung: Eine neue Hochstraße muss mit dem vorhandenen Straßensystem in Mitte und West verknüpft werden. Um im Umfeld der Hochstraße eine städtebauliche Entwicklung zumindest in Teilflächen zu ermöglichen, sind begleitende Maßnahmen wie z.B. für den Bau von Geh- und Radwegen oder Erschließungsstraßen notwendig. Hierfür rechnen die Ingenieure mit Kosten von rund zehn Millionen Euro.

Herstellungskosten der Varianten (Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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Hochstraße versetzt

Bau: Die Kosten für den Abriss der Hochstraße und Bau einer im Mittelteil leicht südlich versetzten Hochstraße liegen bei rund 330 Millionen Euro. Damit ist diese Variante ähnlich teuer wie die „Hochstraße neu“ und um 55 bzw 60 Millionen Euro teurer als die Stadtstraßenvarianten. Die 330 Millionen Euro beziehen sich auf einen voraussichtlichen Baubeginn 2018 (Stand Januar 2014). Bei einer Bauzeit von mehr als acht Jahren muss mit Preissteigerungen und damit wachsenden Kosten gerechnet werden. Die notwendigen Anpassungen an ein künftiges Preisniveau treffen für alle vier Varianten zu.
Aufschlüsselung in Teilposten: Rund 174 Millionen Euro kostet allein der Neubau des Brückenkopfes an der Kurt-Schumacher-Brücke. Der Hochstraßenneubau im Westen mit der Anbindung an die Autobahn 650 schlägt einschließlich des Abrisses des kaputten Brückenabschnitts dort mit rund 75 Millionen Euro zu Buche. Der Mittelteil muss für rund 81 Millionen Euro wieder aufgebaut werden. In den aufgeschlüsselten Kosten ist der Abriss der alten Hochstraße Nord enthalten.
Unterhalt: Aufgrund des großen Anteils an Brückenbauwerken sind die Unterhaltungskosten bei einer versetzten Hochstraßenlösung im Vergleich zu einer ebenerdigen hoch. Sie liegen bei knapp unter zwei Millionen Euro pro Jahr.
Vernetzung: Auch eine versetzte neue Hochstraße muss mit dem vorhandenen Straßensystem in Mitte und West verknüpft werden. Um im Umfeld der Hochstraße eine städtebauliche Entwicklung zumindest in Teilflächen zu ermöglichen, sind begleitende Maßnahmen wie z.B. für den Bau von Geh- und Radwegen oder Erschließungsstraßen notwendig. Hierfür rechnen die Ingenieure mit Kosten von rund zehn Millionen Euro.

Herstellungskosten der Varianten (Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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Stadtstraße kurz

Bau: Die Gesamtkosten für den Bau der kurzen Stadtstraße liegen bei rund 275 Millionen Euro (Stand Januar 2014). Die 275 Millionen Euro beziehen sich auf einen voraussichtlichen Baubeginn 2018. Bei einer Bauzeit von rund zehn Jahren muss mit Preissteigerungen und damit wachsenden Kosten gerechnet werden. Die notwendigen Anpassungen an ein künftiges Preisniveau treffen für alle vier Varianten zu.
Aufschlüsselung in Teilposten: Die Kosten werden der besseren Vergleichbarkeit wegen unterteilt in die Kosten für den Nordkopf, den Mittel- und den Westteil. Rund 173 Millionen Euro kostet der Neubau des Brückenkopfes am Rhein. Für den Bau des ebenerdigen Stadtstraßenabschnitts werden rund 38 Millionen Euro veranschlagt. Für den Neubau im Westen mit dem Anschluss an die Autobahn 650 rechnen die Ingenieure mit Kosten von rund 64 Millionen Euro. In den aufgeschlüsselten Kosten ist der Abriss der alten Hochstraße Nord enthalten.
Unterhalt: Die jährlichen Unterhaltskosten für die komplett erneuerte Straße liegen bei rund 1,4 Millionen Euro.
Vernetzung: Rund neun Millionen Euro müssen bei dieser Variante in den Ausbau neuer Verkehrsanlagen investiert werden. Damit wird das neue Stadtquartier mit dem bestehenden Straßennetz verbunden.

Herstellungskosten der Varianten (Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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Stadtstraße lang

Bau: Die Gesamtkosten für den Bau der „Stadtstraße lang“ liegen nach derzeitigem Stand bei rund 270 Millionen Euro. Die Kosten beziehen sich auf einen voraussichtlichen Baubeginn 2018.
Aufschlüsselung in Teilposten: Die Kosten werden der besseren Vergleichbarkeit wegen unterteilt in die Kosten für den Nordkopf, den Mittel- und den Westteil. Rund 165 Millionen Euro kostet der Neubau des Brückenkopfes am Rhein, also die Auf- und Abfahrtsrampen zur Kurt-Schumacher-Brücke. Für den Bau des längeren, ebenerdigen Stadtstraßenabschnitts werden rund 38 Millionen Euro veranschlagt. Für den Neubau im Westen mit dem Anschluss an die Autobahn 650 rechnen die Ingenieure mit Kosten von rund 64 Millionen Euro. In den aufgeschlüsselten Kosten ist der Abriss der alten Hochstraße Nord sowie der Teilabriss der Einkaufsmall des Rathaus-Centers enthalten
Unterhalt: Die jährlichen Unterhaltskosten für die Stadtstraße lang liegen bei rund 1,08 Millionen Euro. Damit ist sie im Vergleich zu allen anderen Planungsvarianten langfristig die wirtschaftlichste. Grund dafür ist, dass der Brückenanteil für Auf- und Abfahrten an der Kurt-Schuhmacher-Brücke deutlich reduziert ist.
Vernetzung: Hinzu kommen elf Millionen Euro, um Anschlüsse an vorhandene Straßen und neue städtebaulichen Erschließungen herzustellen (Stand Januar 2014).

Herstellungskosten der Varianten (Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014
Quelle: Vorstellung der Planungsergebnisse am 20.01.2014 (PDF, 24,2 MB)



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weiterentwickelte Stadtstraße

Die Gesamtkosten für den Bau der "weiterentwickelten Stadtstraße“ lagen 2015 bei rund 280 Millionen Euro. Die Kosten bezogen sich auf einen voraussichtlichen Baubeginn 2018. Bei der „Stadtstraße lang“ lagen die geschätzten Kosten, ebenfalls auf einen voraussichtlichen Baubeginn 2018 hochgerechnet, im Winter 2014 bei rund 267 Millionen Euro.
Die Kostenanpassung gegenüber dem Winter 2014 ergab sich aus den Erfordernissen, die Straßenbahnlinien 7 und 8 während der Bauzeit ohne Einschränkungen zu nutzen und die Verkehre deutlich klarer sowie übersichtlicher führen zu können. Dafür muss der Würfel-Bunker abgerissen werden. Um, wie in der Bürgerbeteiligung sowie in der politischen Diskussion 2014 häufig angemerkt, die Straßenbahnlinien 7 und 8 während der Bauzeit in Betrieb halten zu können, wäre es notwendig gewesen, den so genannten C-Tunnel - einen stillgelegten Tunnel zwischen dem Hauptbahnhof und dem Rathaus zur BASF - für rund 5,75 Millionen Euro provisorisch zu ertüchtigen. Insgesamt wären rund acht Millionen Euro zu investieren gewesen, so dass die geschätzten Kosten für die Stadtstraße bei 275 Millionen Euro gelegen hätten. Eine solche Investition für eine Übergangslösung machte aus Sicht der Stadtverwaltung wenig Sinn. Daher wurde nach einer anderen nachhaltigen Lösung gesucht. Zudem hätte die Nutzung des C-Tunnels städtebaulich Nachteile gehabt, da der Tunnel einerseits nicht überbaut werden kann und sich andererseits negativ auf die Höhenlage der Stadtstraße ausgewirkt hätte.

Aus diesen Gründen sprachen sich die Fachplaner für die Verlegung der Gleise der Stadtbahnlinien 6, 7 und 8 aus und haben als weitere Folge daraus vorgeschlagen, dass die bisherige unterirdische Straßenbahnhaltestelle im Rathaus nunmehr als oberirdische Haltestelle an die Ostseite des Gebäudes verlegt wird. Die Planung sieht ein ebenerdiges, benutzerfreundliches ÖPNV-Angebot für Straßenbahn, Bus und Taxi vor. Unterm Strich hat die weiterentwickelte Planung für die "Stadtstraße“ große Ausgaben für eine Übergangslösung vermieden und sorgt damit für nachhaltigere Investitionen und eine Verbesserung der Infrastruktur und des Komforts für die Bevölkerung. Kostenfaktoren sind, neben dem auch hier erforderlichen Abriss des „Würfelbunkers“, die Verlegung der Rheinuferstraße und die Anpassung der Abfahrtsrampe für die Straßenbahn. Durch diese baulichen Maßnahmen konnten wesentlichen Anregungen und Kritikpunkten aus der Bürgerbeteiligung sowie der politischen Diskussion Rechnung getragen werden.

Unterhalt: Die jährlichen Unterhaltskosten für die "weiterentwickelte Stadtstraße“ lagen bei den niedrigen Werten der „Stadtstraße lang“, also knapp unter 1,1 Millionen Euro jährlich.

Im Zuge der intensiven Beteiligungsphase Anfang 2014 wurde unter dem Blickwinkel „Kosten“ vor allem auch die aus den jeweiligen Varianten resultierenden Folgekosten diskutiert. Eine große Mehrheit favorisierte dabei aufgrund der hier als geringer eingeschätzten Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie der höheren Bestandsdauer die „Stadtstraße lang“.
Erschließung: Wie bei der „Stadtstraße lang“ und allen anderen Varianten kommen auch bei der "Stadtstraße“ rund elf Millionen Euro hinzu, um Anschlüsse an vorhandene Straßen und neue städtebaulichen Erschließungen herzustellen.



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Diskussion zu: Wie wichtig ist Ihnen das Thema Kosten in der Diskussion? Wie beurteilen Sie die Varianten im Hinblick auf die Kosten?

In der heutigen Zeit kann sich keine Stadt mehr leisten aus Nostalgiegründen an einer teuren Baulösung festzuhalten, deren Folgekosten so hoch sind und deren effektive Nutzungszeit bereits absehbar begrenzt ist wie bei einer neuen Hochstraße.

In der heutigen Zeit kann sich keine Stadt mehr leisten aus Nostalgiegründen an einer teuren Baulösung festzuhalten, deren Folgekosten so hoch sind und deren effektive Nutzungszeit bereits absehbar begrenzt ist wie bei einer neuen Hochstraße.

Wenn ich es richtig verfolgt habe, wird sich Mannheim nicht an den Kosten der neuen Straße beteiligen. Es wäre lobenswert, wenn Mannheim die Straßensituation und Verkehrsleitsyteme ab den beiden Stadtverbindenden Brücken verbessern und modernisieren würde. Damit wäre zwar nicht der Ludwigshafener "Stadtsäckel" entlastet, aber den Autofahrern würde das zugute kommen.

Wenn ich es richtig verfolgt habe, wird sich Mannheim nicht an den Kosten der neuen Straße beteiligen. Es wäre lobenswert, wenn Mannheim die Straßensituation und Verkehrsleitsyteme ab den beiden Stadtverbindenden Brücken verbessern und modernisieren würde. Damit wäre zwar nicht der Ludwigshafener "Stadtsäckel" entlastet, aber den Autofahrern würde das zugute kommen.

Aufgrund der Verschuldung der Kommune und der öffentlichen Hand ist die kostengünstige Variante die beste Alternative. Insbesondere sollten die Folgekosten mit berücksichtigt werden

Aufgrund der Verschuldung der Kommune und der öffentlichen Hand ist die kostengünstige Variante die beste Alternative. Insbesondere sollten die Folgekosten mit berücksichtigt werden

Alle vier Varianten sind irrsinnig teuer. In dieser Größenordnung kann sich der Normalsterbliche nichts mehr konkret vorstellen. Im politischen Raum wird dabei oft nicht rational entschieden. Wer sagt denn, dass die Gelder des Bundes oder des Landes oder der europäischen Förderungstöpfe für die teurere Hochstraße nicht überproportional höher fließen als für die bodenständige Lösung - und dann wäre die teurere Lösung für die Stadt Ludwigshafen die billigere...

Alle vier Varianten sind irrsinnig teuer. In dieser Größenordnung kann sich der Normalsterbliche nichts mehr konkret vorstellen. Im politischen Raum wird dabei oft nicht rational entschieden. Wer sagt denn, dass die Gelder des Bundes oder des Landes oder der europäischen Förderungstöpfe für die teurere Hochstraße nicht überproportional höher fließen als für die bodenständige Lösung - und dann wäre die teurere Lösung für die Stadt Ludwigshafen die billigere...

Ein zentraler Benefit für zahlreiche Bürger von Lu ist heute, dass der Weg zur täglichen Arbeit in zügiger Weise möglich ist, ohne im täglichen Stau zu stehen. Dieses Risiko schätze ich bei einer Stadtstraßenvariante als sehr hoch ein. Die Prognose für den Zeitverlust bei den Stadtstraßenvarianten stellt wahrscheinlich der Best-Case dar, jedoch nicht die Praxis.
(--> Ein Beispiel für die (nicht gelungene) Verkehrsflussauslegung ist das Oggersheimer Industriegebiet, bei der die Verkehrsflussplanung gescheitert ist und jeden Samstag zu Staus führen.)

Ein staufreies Erreichen der täglichen Arbeit ist für mich ein wichtiges Argument in Lu zu wohnen und in Lu auch meine Steuern zu zahlen.

P.S.
Die prozentuale Aufteilung, wohin heute die Steuergelder fließen, würde ich gerne einmal sehen. Ich vermute, der prozentuale Anteil der Instandhaltung von der Infrastruktur ist auch bei einer Hochstraßenvariante eher klein.

bevorzüge ich die preiswertere Variante: die Stadtstraße lang!

#325
In der jetzigen Planung (12 1/4 Jahre, 333 Millionen) ist der weitgehende Erhalt der Pfeiler mit eingerechnet.
Mit Neubau der Pfeiler würde man interssanterweise 2 Millionen einsparen, aber 3 jahre länger bauen!

Egal was letztendlich gebaut wird - es wird mit Sicherheit teurer als heute angenommen. Speziell die öffentliche Hand hat ein "Händchen" dafür sich zu verrechnen. Beispiele dafür stehen fast täglich in der Zeitung.
Viel intersanter wäre es von den Vorgaben - nur das billigste Angebot nehmen - abzuweichen und mehr Wert auf die Qualität des Bauwerks zu achten. Will damit folgendes sagen. Bauwerke und Gebäude von vor 1950 wurden in ihrer Qualität ganz anders ausgeführt. Wenn ich bedenke wie lange die alten Autobahnen, nebst Brückenbauwerken schon funktionieren, dann frage ich mich sparen wir uns heute bei Neubauten zu Tode, oder konnten die " Alten " frührer besser bauen.
Jeder private Häuslebauer gibt doch lieber Geld aus für Qualität, weil er weis, das er am Ende im Unterhalt spart.
Auch das Thema Bauüberwachung kostet Geld und wird deshalb heute meist vernachlässigt. Am Ende stehen dann oft "unerwartete Mehrkosten" die man hätte vermeiden können.

Ich denke, dass die Variante "Lange Stadtstraße" schon ausgwählt ist. Leider. Denn wenn der Stadtrat(Groko) vor der Komunalwahl eine Entscheidung trifft, kann er sich nur für diese Variante entscheiden......

Nicht nur die jetzt entstehenden Herstellungskosten, sondern auch die vermeidbaren Folgekosten sprechen für eine ebenerdige Straßenführung.

Kann man die Hochstraßenpfeiler wiederverwenden? Wenn das ginge, was würde die Variante Hochstraße neu dann kosten?
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Antwort der Stadt Ludwigshafen (eingestellt durch die Moderation am 20.02.2014 um 10:20 Uhr):
Diese Stützen sind im allgemeinen noch in einem guten Zustand und könnten mit relativ geringem Aufwand zur Wiederverwendung bei dem Neubau ertüchtigt werden. Allerdings ist die Wiederverwendung nur bei der Variante "Hochstraße neu" möglich, bei der der Neubau - abgesehen vom Nordkopf - exakt in der alten Trasse erfolgt. Bei allen anderen Varianten weicht die neue Trasse von der alten ab, weshalb die vorhandenen Stützen hier nicht verwendbar sind.
Die Variante "Hochstraße neu" hat unabhängig davon mit Abstand die längste Bauzeit (12,25 Jahre - trotz Wiederverwendung der Stützen). Es ist zu berücksichtigen, dass sich die Kosten für alle Hochstraßenvarianten (Hochstraße neu mit Verwendung der alten Stützen, Hochstraße neu mit Erneuerung der Stützen und Hochstraße versetzt) mit rund 330 Mio EUR in derselben Größenordnung liegen.

Die preiswerteste Lösung für eine Straße die Leistungsfähig ist, ist doch klar.

Für mich ist die Kostenkalkulation nicht genau genug und transparent genug. Die diskutierten Möglichkeiten die Leistungsfähigkeit der Stadtstraße zu verbessern sind nicht berücksichtigt und kein Risikomanagement erkennbar. Wichtig für die Stadt ist der laufende Unterhalt. Hierzu habe ich keine Zahlen gesehen nur Spekulationen gelesen.

Sicher ist, die voraussichtlichen Kosten werden höher werden als jetzt berechnet. Billiger wird es nur, wenn nicht gebaut wird.

Wieviel kann / will Ludwigshafen verkraften?

Bei einer Brücke besteht immer das Risiko, dass sie irgendwann nochmal gebaut werden muss. Das ist ein Killerkriterium was für die Stadtstraße spricht wenn einem interessiert was in 50-100 Jahren ist. Aber wenn nur die Hochstraße leistungsfähig ist, was dann?

Kein Kostenrisiko für spätere Generationen -> Pro Stadtstraße oder nicht bauen

Die preiswerteste Lösung für eine Straße die Leistungsfähig ist, ist doch klar.

Für mich ist die Kostenkalkulation nicht genau genug und transparent genug. Die diskutierten Möglichkeiten die Leistungsfähigkeit der Stadtstraße zu verbessern sind nicht berücksichtigt und kein Risikomanagement erkennbar. Wichtig für die Stadt ist der laufende Unterhalt. Hierzu habe ich keine Zahlen gesehen nur Spekulationen gelesen.

Sicher ist, die voraussichtlichen Kosten werden höher werden als jetzt berechnet. Billiger wird es nur, wenn nicht gebaut wird.

Wieviel kann / will Ludwigshafen verkraften?

Bei einer Brücke besteht immer das Risiko, dass sie irgendwann nochmal gebaut werden muss. Das ist ein Killerkriterium was für die Stadtstraße spricht wenn einem interessiert was in 50-100 Jahren ist. Aber wenn nur die Hochstraße leistungsfähig ist, was dann?

Kein Kostenrisiko für spätere Generationen -> Pro Stadtstraße oder nicht bauen

Da die bisherigen Straßen schon nach 30 Jahren nicht mehr brauchbar sind, sollte die neue Bauweise diesmal länger nutzbar und zu überschaubaren Kosten gebaut werden.
Damit wir auch unsereren Kindern und Enkeln nicht zuviel aufbürden.

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